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Der Chow-Chow
Mit seiner stolzen, würdevollen Haltung ist der Chow-Chow eine auffallende Erscheinung in der Hundewelt. Er hat ein ausgeprägtes Selbstbewußtsein, ist eigenwillig und freiheitsliebend, Dritten gegenüber reserviert bis ablehnend, wachsam, aber kein Kläffer und von ausgesprochener Reinlichkeit. Seinen Menschen ist er zugetan ohne sklavische Ergebenheit. Er braucht liebevolle aber konsequente Erziehung. Abrichten im land läufigen Sinne läßt er sich nicht, aber er wird "Befehle" gut befolgen undumsetzen, wenn das Zusammenleben zwischen Hund und Hundehalter stimmt. Dann wird der Chow seinem Herrchen zuliebe auch Dinge tun, die er selbst für unnötig hält. Reine Zwingerhaltung ist für den Chow ungeeignet. Der Chow ist ein anpassungsfähiger Hund: auf Spaziergängen lebhaft und lauffreudig, im Wald sehr jagdfreudig (daher ist Leinenzwang meist zu empfehlen), im eigenen Reich wachsam, aber nicht laut, bei Dunkelheit sehr wachsam, innerhalb der Räumlichkeiten ruhig und zufrieden, in der Nähe seines Menschen zu sein. Pflegeleicht ist der Chow aufgrund seines üppigen Felles nicht. Einmal wöchentlich sollte gründlich gekämmt werden, sonst reicht tägliches Bürsten. Baden ist nur notwendig bei wirklich starker Verschmutzung des Fells oder um beim Fellwechsel das Umhaaren durch das verstärkte Auskämmen der Haare nach dem Bad zu beschleunigen. Der Chow ist kein Hund für jedermann. Für ungeduldige, hektische Menschen ist er nicht die richtige Wahl. Wenn Sie aber ein Mensch sind, der Freude hat an einem intelligenten vierbeinigen Familienmitglied, dem Sie Pflichten und Rechte zugestehen, wird der Chow-Chow Sie nicht enttäuschen.
Immer wieder hört man als Übersetzung des Namens Chow-Chow die Deutung "lecker-lecker" Diese Bezeichnung stammt aus dem Pidgin-Englisch fernöstlicher Seeleute und wurde für alle Kuriositäten und Raritäten aus Ostasien angewandt. Eine weitere Namensdeutung bietet das Wort "Chao-Chao" für europäische Ohren gleichklingend wie "Chow-Chow"- nur würde diese Übersetzung bedeuten: "Alles sehen, sehr wachsam, sehr klug, sehr geschickt" und somit die Eigenschaften eines geschätzten Jagdhundes beschreiben und als solcher wurde der Chow im ostasiatischen Raum verwendet. Für die Behauptung, der Chow-Chow sei eine Schlachthundrasse der Chinesen,gibt es nirgendwo eine Bestätigung. Vielmehr gibt es Beschreibungen, daß dieser Hund in China wegen seiner besonderen Veranlagung als beliebter Jagdhund anzusehen war. Ein Tang-Kaiser in der Provinz Yünnan hielt im 17. Jahrhundert an die 2500 Paar des Chow-Typs und beschäftigte zu deren Wartung und zur Jagd 10000 Mann Personal. Der Chow wurde wie ein Setter verwendet, vorwiegend zur Jagd auf Fasane, Rebhühner, Feldhühner, Wachteln und ähnlichen. Bei unseren heutigen Chows kann man immer noch eine ausgeprägte Jagdleidenschaft feststellen. Eine Jagdhundrasse aber schließt eigentlich jede Mastanlage aus. Der wahrscheinlich letzte direkt aus China importierte Chow kam 1934 nach Deutschland. Dieser Hund wies, wie auch andere Importe nach England, keine Mastigkeit aus. Dies zur Richtigstellung der Fabel von der angenommenen besonders gezüchteten Mastigkeit. Damit ist nicht ausgeschlossen, daß in China keine Chows gegessen wurden. Die Tatsache, daß in China Hundefleisch gegessen wurde und noch wird, besagt nichts. Auch in Europa, Deutschland nicht ausgenommen, wurde Hundefleisch gegessen. Noch 1925 gab es z.B. in Hamburg- Altona eigene Hundeschlachtereien die regelmäßig Hundefleisch verkauften.
Ursprung.
Der Chow-Chow gehört einer sehr alten Hunderasse an. Aufgrund des auffälligsten Charakteristikums der Rasse, nämlich der blauen Zunge, ist die Annahme, daß der Chow zu den "Ur-Rassen" gehört, naheliegend. Als Heimatland wird China angegeben. Es existieren Skulpturen aus Terrakotta und bildliche Darstellungen aus der Zeit der Han-Dynastie (206- 220 v. Chr.) die eindeutig Chow-Chows erkennen lassen. Galt der Pekingese als Liebling der Kaiserin, so war der Chow der bevorzugte Hund des Herrschers. Zweifel gibt es, ob der Chow mit seinem arktischen Pelz, seiner typischen steilen Hinterhand und seinem Jagdinstinkt tatsächlich aus China stammt, wo Chinesen als Ackerbauern und Gewerbetreibende tätig waren. Die Tatsache, daß Viehzucht und Jagden aber typisch für die normadischen Volksstämme waren, haben Nachforschungen erforderlich gemacht. Diese haben ergeben, daß die Möglichkeit besteht, der Chow käme ursprünglich aus der Mandschurei. Diese Theorie wird begründet durch Eigenschaften der Landschaft und der dort lebenden Bevölkerung. In der amerikanischen Literatur ist vom "schwarzen Mandschu-Chow" die Rede, wobei der "rote Chow" in Südchina beheimatet wird. Es ist denkbar, daß der Chow durch Handels- beziehung der Mandschu-Völker mit China oder durch kriegerische Aktivitäten von mand- schurischen Völkern nach China gebracht wurde. Sicher ist, daß die Stammeltern unserer heute in Europa gezüchteten Chow-Chows aus Kanton in China kommen, die frühere Bezeichnung lautet "Kanton-Hund". Vor ca. 100 Jahren kam der Chow-Chow nach England und später auf den Kontinent. In Deutschland ist er seit den zwanziger Jahren beheimatet.
Rassestandard:
Ursprungsland: China Patronat: England Datum der Publikation des gültigen Originalstandards: 24. Juni 1987 Letzte Übersetzung: 6 / 1999 FCI-Klassifikation: Gruppe 5 Spitze und Hund vom Urtyp, Sektion 5 Asiatische Spitze und verwandte Rassen - ohne Arbeitsprüfung- Der Chow soll lebhaft und wachsam sein, kompakt, kurz und geschlossen erscheinen, vor allem aber sehr harmonisch mit stolzer, würdevoller Haltung, löwenhaft mit einer gut über dem Rücken getragener Rute. Als Chow-typisch ist zu nennen: a) Blaues Pigment (Zunge, Gaumen, Zahnfleisch und Lefzen) erwünscht, regelmäßiges, vollständiges Scherengebiß. b) Ausdruck (Scowl) entsteht u.a. durch die Ohrenstellung, sollte aber nie durch lose Falten bildende Kopfhaut entstehen, c) Steile Hinterhand, tiefangesetzte Sprunggelenke (Stelzgang) d) Größe: Rüden: 48 bis 56 cm, Hündinnen: 48 bis 51 cm Farbe: Der Chow ist ein mittelgroßer Hund und wird gezüchtet in den Farben: Schwarz, Rot, Blau, Rehfarben (Zimt) und Creme. Auch die Farbe weiß wäre zulässig. Das Fell ist häufig schattiert, jedoch nicht gefleckt oder gescheckt. Die Unterseite der Rute und die Behosung der Schenkel sind häufig von hellerer Farbe.
Langhaar - Kurzhaar: Neben dem Langhaar-Chow gibt es noch den weniger gezüchteten Kurzhaar-Chow. Diese Chow-Chow-Variante findet immer mehr Liebhaber. Das Fell des langhaarigen Chows ist üppig, dicht, gerade abstehend, das Deckhaar ist eher von grober Textur, mit weicher, dichter Unterwolle. Besonders dicht um den Hals bildet es eine Mähne oder Kragen. Gut ausgeprägte Behosung an den Rückseiten der Schenkel. Das Fell des kurzhaarigen Chows ist kurz, üppig, dicht, gerade abstehend und nicht flach anliegend, in der Textur plüschartig.

Der Chow-Chow im “WikiPedia” <Hier>
Sprüche
Horst Stern: "Der Chow ist ein Hund, der ein Herr ist, auf der Suche nach einem Herrn, der kein Hund ist.* "Einem Mann, der in Harmonie mit einem Chow lebt, kann man vertrauen und ihn mit Gewinn um jeden Rat angehen. Er schweigt eher, als daß er aus Gefälligkeit lügt.*
*Seit einst die Treue sich aus der Welt verloren. hat sie zum Sitz des Chow-Chows Herz erkoren.*
Heinz Rühmann soll gesagt haben: "Man kann auch ohne Hund leben, aber es lohnt sich nicht.*
"Wenn es im Himmel keine Hunde gibt, dann möchte ich, wenn ich sterbe, dahingehen, wo sie hingegangen sind." Will Rogers, Humorist und Philosoph, 1879 - 1935
“Ein lächelnder Mensch kann Dich belügen, ein wedelnder Hund Dich nie betrügen” Unbekannt
“A Chows heart cannot be taken by storm but, once given, it is yours for ever”, Lady Dunbar of Mochrum - 1914
   Tschiunglaischan Temudshin Baghira vom Leng-Chi-Lou Unbekannte in Riva / Gardasee / Italien
Warum einen Chow-Welpen des CCiD e.V.
Wir freuen uns, daß Sie sich für einen Welpen aus unserer Clubgemeinschaft interessieren.
Außerhalb des VDH tummeln sich eine Vielzahl dubioser Vereine, Hundehändler und Hundevermehrer. Ihr Interesse ist der schnelle Profit - eine kontrollierte, nachvollziehbare und damit ehrliche Hundezucht nach tierschutzrelevanten Richtlinien wäre hier nur hinderlich. Die Gesundheit der Hündin und der Welpen bleiben auf den Fließbändern dieser Hundemafia zwangsläufig auf der Strecke.
Den Schaden hat der Welpenkäufer. Mitleid mit einer scheinbar bedauernswerten Kreatur ist hier fehl am Platz! Gut, daß Sie diese Vermehrer nicht noch mit dem Kauf eines solchen Welpen unterstützen! Fragen Sie sich stattdessen, warum diese 'Schwarzzüchter' sich den hohen Zuchtanforderungen VDH-organisierter Vereine entziehen.
Seriöse Rassehundezucht zeichnet sich durch ihre Transparenz und ihre Kontrollierbarkeit aus. Die Welpenvermittlungsstelle des CCiD vermittelt kostenlos Welpen unseres Clubs, betreut Sie auch im nachhinein und hilft gern mit Rat und Tips weiter. © Simone Heine
Woran erkennt man einen guten Züchter?
Seine Zuchthunde und Welpen machen einen gepflegten und sauberen Eindruck und sind voller Lebensfreude Die älteren Hunde sowie die Welpen sind, bezogen auf ihre Rasse, freundlich und sehr kontaktfreudig Er bietet seinen Welpen eine saubere Unterkunft und vielfältige Abwechslung: Spielzeug, Spielgelände, Begegnung mit anderen Menschen, Kindern, anderen Heimtieren, ect. Der Züchter kennt jeden Welpen. Sie mögen Ihn und sind zutraulich und verspielt. Die Welpen haben abwechslungsreiche Beschäftigungsmöglichkeiten und die Chance, vielfältigste Umweltbedingungen kennenzulernen, um so ihre Sinne zu schulen. Die Welpen dürfen mit den Besuchern spielen Die Welpen werden frühestens mit 8 Wochen abgegeben und sind dann entwurmt und geimpft. Ein guter Züchter gibt bereitwillig Auskunft über den Gesundheitszustand, evtl. Ausstellungserfolge seiner Tiere und gewährt gerne Einblick in seine Unterlagen und Untersuchungsergebnisse. Er berät ausführlich und hilft, den für die Bedürfnisse des Käufers geeigneten Welpen auszusuchen. Seine Zuchtstätte kann zu diesem Zweck mehrmals besucht werden. Er gibt von sich aus Tips zur Pflege, Fütterung, Erziehung. Er möchte Ihre Adresse und bietet jederzeit Hilfe an, falls Probleme auftauchen sollten. Der Züchter drängt nicht zu einer Entscheidung, im Gegenteil: Er erkundigt sich genau nach Ihren Lebensumständen.
Formalitäten beim Hundekauf:
Sie bekommen von dem Züchter einen Kaufvertrag und evtl. auch sofort die Ahnentafel Ihres Hundes. Weiterhin bekommen Sie das Impfbuch mit den Vermerken der bereits durchgeführten Impfungen, sowie die Termine für noch anstehende Impfungen und Wurmkuren. Weiterhin sollten Sie eine Art schriftliche 'Betriebsanleitung' mit den Fütterungszeiten und Umfang der Mahlzeiten, die der Welpe gewohnt ist ausgehändigt bekom- men. In dieser Anleitung sollten sich auch ausführliche Angaben über Fellpflege und allgemeine Gesundheitsvorsorge befinden.
Persönliche Anmerkung: Über vierzig Jahre halte ich nun Chow-Chow’s. Und immer noch kann ich mir keinen anderen Hund an meiner Seite vorstellen. Es sind die Eigenheiten dieser Hunderasse, die mich so faszinieren. Es ist seine unverfälschte Natürlichkeit, seine Eigenmächtigkeit, sein Mißtrauen allem Fremden gegenüber, seine ablehnende Haltung schnelle Freundschaft zu schließen. Dies gilt sowohl Artgenossen wie Menschen gegenüber. Die außerordentliche Wachsamkeit, seine Kraft, kurz sein unverfälschter Charakter und vieles mehr, was andere Hundehalter ihren Hunden als Fehler ankreiden. Er ist nie ein Druckknopfautomat, der auf Pfiff oder Handzeichen Männchen macht. Nicht unterwürfig mit eingezogener Rute bei Fuß läuft. Nein, er trägt die seine stolz über dem Rücken. Bei seiner Erziehung ist ein gewisses Maß an Strenge wichtig, genauso wie gegenseitiges Vertrauen und Gerechtigkeit. Wenn dem Chow-Chow klar ist, warum er etwas machen soll, dann macht er es auch. Ich mag alle Hunde, aber den Chow-Chow liebe ich. Hans J. Graf,
Das Leben von Hunden ist zu kurz. Das ist eigentlich ihr einziger Fehler. Agnes Sligh Turnbull
Eine typische Charakterbeschreibung des Chows ?
Wenn Sie Fragen rund um den Chow-Chow haben, scheuen Sie sich nicht, fragen Sie uns und wir geben Ihnen gerne Tips und Ratschläge. Adressen finden Sie unter “Wir über uns - Kontakte”
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