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Pflege - Fütterung - Literatur

10 Gebote für die Hundehaltung.
1. Halte nur dann einen Hund, wenn Du ihn selbst unterbringen, versorgen und füttern kannst. 2. Der Hund ist kein Spielzeug, das man nach Laune und Belieben benutzen und weglegen kann. Man soll ihn gebrauchen, notfalls verbrauchen, aber niemals mißbrauchen. 3. Stelle ihm ein ungestörtes Lager und regelmäßig seine Mahlzeiten zur Verfügung. 4. Der Hund lebt nur für Dich. Lob und Tadel treffen ihn wie Dich. Erziehe ihn, aber verziehe ihn nicht. Es ist für euch beide besser. 5. Der Hund kann nie genug Bewegung bekommen. Nimm ihn zu jedem Spaziergang mit, schütze ihn aber auch vor den Gefahren des Verkehrs. 6. Bei einer ernstlichen Erkrankung gehe lieber umsonst als zu spät zum Arzt. 7. Der Hund gehört nicht nur Dir allein. Darum zeige ihn auf Ausstellungen und entziehe ihn nicht der Zucht. 8. Züchte mit Maß und Überlegung nur Hunde gleicher Rasse. Der Hund ist keine Handelsware. 9. Dein Hund kann unbeabsichtigt Schaden anrichten. Schütze Dich durch Abschluß einer Haftpflichtversicherung. 10. Der alte Hund hat wie Du den Anspruch auf seinen Lebensabend, sorgsame Pflege und Gnadenbrot.
Entnommen dem Buch von Dr. E. Schneider-Leyer: Mein Freund der Rassehund, Verlag Eugen Ulmer
Die Pflege des Chow-Chow.
Es ist hinlänglich bekannt, daß ein Chow-Chow, wie eigentlich alle langhaarigen Hunde, einen erhöhten Pflegeaufwand benötigen. Ein noch so hoch bewerteter Chow-Chow sieht ohne regelmäßige Pflege unordentlich und zerzaust aus. Vielfach habe ich schon gehört: “Ich würde mir schon einen Chow-Chow anschaffen, wenn die Pflege nicht so aufwendig wäre.“ Dies kann aber eigentlich nicht der Grund sein. Es gibt eine ganze Reihe von Hunderassen, deren Fellpflege ist weitaus aufwendiger wie die des Chow-Chow. Jedenfalls habe ich in vierzig Jahren mit Chow-Chows die Erfahrung gemacht, daß ein gründliches Kämmen und Bürsten wöchentlich eine Viertelstunde und ein tägliches Bürsten von fünf Minuten bereits ausreicht, dem Chow-Chow ein gepflegtes Äußeres zu verleihen. Für mich ist ein ungepflegter Chow-Chow immer ein trauriger Anblick. Wichtig ist, den Chow-Chow von klein an, an Kamm und Bürste zu gewöhnen. Dann empfindet der Chow-Chow die Fellpflege sogar als Wohltat. Fast so wie eine Massage. Die Pflegegrundausstattung sollte bestehen aus einem Striegel, einer Haarbürste mit abgerundeten Drahtstiften, einem Metallkamm, einer Haarschere um die Behaarung unter den Pfoten zu trimmen und einer Nagelzange oder Nagelclipper. Von den „Drahtbürsten“ halte ich nicht viel. Damit könnte die empfi ndliche Oberhaut des Chows an weniger stark behaarten Stellen verletzt werden. Es gibt drei verschiedene Positionen zum Kämmen und Bürsten. Da wäre als erstes die Stehende, wobei es von Vorteil ist, wenn sie den Chow auf einem Tisch mit rutschfester Oberfläche haben. Allerdings ist es nicht Jedermanns Sache 30 bis 40 kg Chow auf einen Tisch zu heben. Dies gilt auch für die liegende und sitzende Position des Chows. Ich knie neben meinem Chow und dies geht ganz gut. Zuerst kämme ich das Fell von unten nach oben und von vorne nach hinten durch. Anschließend das ganze umgekehrt, also von hinten nach vorne und von oben nach unten. Danach gehe ich, wie es auch in Fachbüchern steht. mit der weiteren Fell- und Hundepflege vor: Fangen sie am Nacken an, teilen sie das Fell mit der Hand und kämmen dabei in Richtung Kopf. Achten sie besonders auf die Behaarung seitlich an den Ohren. Dort verfilzt die Behaarung gerne. Das Fell wird dann weiter, oben von hinten nach vorn gekämmt. Immer mit der freien Hand gegenhalten. Seitlich kämmen sie dann vorne beginnend das Fell von oben nach unten durch. Die Mähne unter dem Fang (Maul) wird von innen nach außen durchgekämmt. Die Behaarung an den Hinterläufen, Behosung genannt, muß besonders sorgfältig gekämmt werden, um dort empfindliche Körperteile nicht zu verletzen. Keine Drahtbürsten verwenden! Mit einer Hand die betreffenden Partien abdecken. Dann wird die Behaarung, auch Befederung genannt, der Läufe von vorne nach hinten durchgekämmt. Die kurze Behaarung an der Vorderseite der Läufe von unten nach oben durchkämmen. Anschließend noch die Rute von außen nach innen kämmen. Wenn sie jetzt die gleichen Vorgänge, immer von hinten nach vorne beginnend, noch mit der Bürste ausführen, wird das Fell gereinigt und es werden die losen Haare entfernt und sie haben den größten Teil der wöchentlichen Pflege bereits erledigt. Nun noch die Ohren säubern. Ich mache dies mit feuchtem Toilettenpapier (“H***e feucht”). Bitte keine sogenannten Q-Tips verwenden. Abschließend, wenn erforderlich, schneide ich vorsichtig mit der Schere die Behaarung zwischen den Ballen kurz. Aufwendiger wird die Sache nur, wenn der Chow-Chow im Fellwechsel ist, was zweimal im Jahr vorkommt. Dabei hilft mir dann der Striegel um mit der Haarfülle fertig zu werden. Die Nagelzange brauche ich bei meinem Chow nur, um hin und wieder die innere Kralle an den Vorderläufen, Daumenkralle genannt, zu kürzen. Dabei ist darauf zu achten, nicht in den lebenden Teil der Kralle zu schneiden. Wer nicht sicher ist, sollte dazu den Tierarzt aufsuchen. Die tägliche Pflege besteht aus einem guten Durchbürsten mit der Haarbürste, dem Reinigen der Augenwinkel und das Gesicht mit einem feuchten Tuch abwischen. Nach dem Spaziergang und Kotabsatz ist natürlich auch der After zu säubern. © Hans J. Graf (2004)
Geschirr oder Halsband?
Ein Thema das unter Chow-Haltern schon mal diskutiert wird. Kürzlich unterhielt ich mich mit einer Chow-Halterin über dieses Thema. Ich war eigentlich immer ein Verfechter des Geschirrs, aber mittlerweile bin ich den Vorteilen eines Halsbandes zugänglicher geworden. Einiges spricht ja dafür. Vor allem ist es der optische Eindruck, der Chow sieht einfach besser aus. Allerdings sind einige Punkte zu beachten. Ketten- oder Gliederhalsbänder, auch sogenannte Erziehungshalsbänder oder Gesundheitswürger verbieten sich von selbst, da diese durch Ausreißen der Behaarung das Fell schädigen und was noch schlimmer ist, solche Halsbänder können schwere Schäden am Hundehals, am Kehlkopf und Wirbelsäule verursachen. Auch riemenartige, flache Halsbänder eignen sich nicht, da durch diese eine Furche im Fell erzeugt wird, was wirklich nicht schön aussieht. Bewährt haben sich bei mir, bzw. meinem Chow sogenannte Stop-Hals- bänder die sich bis auf eine bestimmte Größe zusammenziehen und vor allem einen runden Querschnitt haben. Dadurch wird das Halsband vom Fell überdeckt, es wird keine Behaarung ausgerissen und ist praktisch unsichtbar. Chows die zum Ziehen neigen werden durch das Halsband etwas eingebremst. Es muß aber genau passen. Besser etwas enger wie zu weit, sonst kann sich der Chow im Rückwärtsgang vom Halsband trennen, da der Chow im Verhältnis zum Hals, trotz seiner Mähne einen verhältnismäßig kleinen Kopf hat. Allerdings sollte man nicht durch reißen an der Leine versuchen, dem Chow das Ziehen abzugewöhnen. Schwere Gesundheitsschäden könnten entstehen am Hals, Kehlkopf, Luftröhre, Wirbelsäule u.s.w. Ein gut erzogener Chow läuft ohne Zeihen links oder rechts neben seinem Halter Nachdem ich meinen Chow ans Halsband gewöhnt hatte, was einige Zeit dauerte, ist das Gehen mit ihm um einiges angenehmer geworden. Denn vorher, sobald er das Geschirr anhatte, verwandelte er sich in einen Schlittenhund und zog was das Zeug hielt. Wenn es aber doch ein Geschirr sein soll, ist darauf zu achten, das es auch wie ein Halsband einen runden Querschnitt und einen festen Sitz hat. Es gibt im Handel spezielle Chow-Chow-Geschirre aus Leder, die sich bisher bei meinem Chow bestens bewährt haben. Vor allem konnte ich in bestimmten Situationen das Geschirr wie einen Koffergriff handhaben und dadurch meinen Chow nahe bei mir halten was mit Halsband nicht so gut geht. Ebenso ist das Geschirr beim Autofahren vorzuziehen, da es sich besser mit dem Sicherheitsgurt verbinden läßt und den Hund sicher und ohne Verletzungsgefahr festhält. © Hans J. Graf (2003)

Ernähren Sie sich (ausschließlich) von Doseneintopf, Tütensuppen und Hamburger? Nein ??? Warum denn nicht, wo die Hersteller doch schreiben, daß in ihren Produkten alles drin ist, was der Mensch zum Leben braucht?
Wenn Sie nun schlau genug sind, der Menschenfutterindustrie nicht alles zu glauben, warum hören Sie dann so gutgläubig auf die Werbung der Tierfutterindustrie? Hund und Katze gehören zur Familie der Raubtiere und ernährten sich in ihrer ursprünglichen Form vorwiegend von Fleisch. So ist auch ihr gesamter Körper aufgebaut. Ihre Zähne, Kieferknochen und -muskeln sind sehr kräftig ausgeprägt, ihr Magen ist klein und muskulös, sie haben einen sehr kurzen Darmtrakt, damit keine Fäulnis des Fleisches stattfindet. Darüber hinaus haben sie äußerst aggressive Verdauungs- säfte, die selbst Knochen zersetzen können. Die Verdauungssäfte (bei gesunden Tieren) sind stark antiseptisch, so daß sie auch verdorbenes Fleisch fressen können, während der Mensch dies keinen Tag überleben würde. In der Natur fressen die Tiere zuerst die Innereien ihrer Beutetiere; und zwar mit Mageninhalt. Hieraus ergibt sich, daß der Beutefresser nicht zu 100 % Fleisch zu sich nimmt, sondern auch pflanzliche Kost in vorverdauter Form. Deshalb sollte die Nahrung Ihres Tieres (je nach Alter desTieres) zu 20 % bis 50 % aus pflanzlicher Kost bestehen. Jungtiere haben einen höheren Protein- und Fettbedarf als ältere Tiere, deshalb sollte der Fleischanteil entsprechend hoch sein. Fleisch sollte selbstverständlich roh gefüttert werden. Durch die Hitzeeinwirkung beim Kochen zerstört man die im Fleisch enthaltenen Vitamine, Spurenelemente und vor allem die lebenswichtigen Enzyme. Damit entfallen die Lebensstoffe, die der Körper benötigt. Außerdem findet eine Art unnatürliche Vorverdauung statt. Hierdurch verkümmern die Verdauungsorgane des Tieres. Darüber hinaus entarten die Geschmacksnerven und das Tier lehnt irgendwann seine natürliche Nahrung ab. Wie auch beim Menschen sind Appetit und Vorlieben keine Anzeichen für eine gesunde Ernährung! Gekochte Produkte können evtl. helfen, die Umstellung von Fertigfutter auf Fleisch zu erleichtern. Darüber hinaus ist gekochtes Fleisch mit weißem Reis als Diätfutter bei Magen- /Darminfektionen sinnvoll. Es ist ein Aberglauben, daß die Tiere durch rohes Fleisch stärker von Würmern heimgesucht werden. Zum einen ist Fleisch nur ein Übertragungsweg von vielen. Daneben sind unter anderem Flöhe zu nennen, die Bandwurmeier übertragen können. Wenn nun eine derart winzige Kreatur wie der Floh als Wirt dieses Parasiten in Frage kommt, ist es durchaus wahrscheinlich, daß auch andere aasfressende Insekten, wie z.B. Fliegen (und deren Larven) als Überträger in Frage kommen. Ein weiterer, möglicher Übertragungsweg sind natürliche Gewässer. Zum anderen wird ein gesundes Tier mit Würmern wesentlich leichter fertig; ein dramatischer Wurmbefall ist bei falsch ernährten und kränkelnden Tieren wahrscheinlicher. Durch gekochte Nahrung bilden sich (unnatürliche) Schleimablagerungen im Verdauungstrakt. Hierin kann sich der Bandwurm besser festsetzen als beim gesunden Tier. Aber auch für andere Wurmarten bilden Schleimablagerungen in Darmtaschen ideale Lebensbedingungen. Übrigens: Unsere heutigen Hunde und Katzen, die fast ausschließlich mit Fertigfutter oder sonstiger gekochter Nahrung gefüttert werden, leiden irgendwann auch an all den Zivilisationskrankheiten (Allergien, Bluthochdruck, Diabetes, Krebs usw.), an denen auch wir aufgrund unserer denaturierten Nahrung leiden. An einem Zoo wurde ein Fütterungsversuch durchgeführt. Dort gab man einem Teil der Tiere dasselbe Futter wie bisher, mit einem einzigen Unterschied: Die Nahrung war nicht mehr roh sondern gekocht. Es schien den Tieren gut zu bekommen. Sie gediehen prächtig, wuchsen schneller, wurden größer und zeigten den besseren Appetit. Doch bald zeigte sich die Kehrseite der veränderten Ernährung.In bestem Alter fingen die Tiere an zu kränkeln. Sie bekamen alle oben beschriebenen Zivilisationskrankheiten. Die Lebenserwartung sank deutlich unter die Norm. In einem anderen Fütterungsversuch, der von Dr. med. vet. Wolter in seinem Buch "Homöopathie für Tierärzte" beschrieben wird, geht es um zwei Gruppen von Katzen, die acht Generationen lang beobachtet wurden. Die Gruppe, die ausschließlich rohe Milch und rohes Fleisch bekam, zeigte keine Auffälligkeiten. Die Gruppe aber, deren Nahrung gekocht war, wies ab der dritten Generation Karies und Kiefermißbildungen auf, die fünfte und sechste Generation hatte schwerwiegende Fruchtbarkeitsstörungen. Der Versuch mußte in der sechsten Generation wegen totaler Degeneration der Katzen und Kater abgebrochen werden. Alles, was wir über gekochtes Fleisch geschrieben haben, gilt auch für Fertigfutter! Dies wissen auch die Hersteller. Deshalb sind in ihren Produkten vielfältige Zusatzstoffe enthalten, die die Wertlosigkeit des Futters kompensieren sollen. Auf den Menschen übertragen heißt dies: Wollen Sie ein mit synthetischen Vitaminen angereichertes Fruchtsaftgetränk oder nicht doch lieber gleich einen Apfel? Bei vielen Fertigfuttersorten kommt hinzu, daß diese mit Konservierungsstoffen, Antioxidationsmitteln und suchterzeugenden Lockstoffen angereichert sind. Genau wie beim Menschen hat die Verwendung dieser Stoffe zu einem dramatischen Anstieg der Allergieerkrankungen geführt; einige Antioxidationsmittel stehen im Verdacht, krebserregend zu sein, ihre Verwendung ist in Kindernahrung untersagt. Wir weisen darauf hin, daß Tierfutterhersteller nicht zur Volldeklaration der Inhaltsstoffe verpflichtet sind. Die "relativ harmlosen" Lockstoffe Zucker und Karamel verursachen zumindest Karies. Wir unterstellen den Herstellern, daß weitere Lockstoffe verwendet werden, die man als Betriebsgeheimnis hütet. Nicht anders läßt es sich erklären, daß Katzen oftmals ihrem Fertigfutter absolut treu sind und anderes Futter ablehnen, auch wenn es hochwertiger ist und/oder vom selben Hersteller stammt. Wenn Sie auf Fertigfutter nicht verzichten wollen oder können bzw. gelegentlich zwischendurch Fertigfutter füttern (z. B. im Urlaub), sollten Sie bei der Futterauswahl auf folgendes achten:
- · Die Inhaltsstoffe des Futters sollten immer voll deklariert sein. Keinesfalls sollten Sie sich mit den allgemeingehaltenen Formulierungen
"Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse" und "Getreide und pflanzliche Nebenerzeugnisse" zufrieden geben. Unter dem Sammelbegriff Fleisch kann folgendes deklariert werden: Muskelfleisch von Rücken, Bauch, Brust und Beinen, Binde- und Sehnengewebe, Schleimhaut, Schwarte sowie Fettgewebe. Unter dem Sammelbegriff tierische Nebenerzeugnisse deklariert man: Innereien, Knorpel, Knochen und Blut · Wichtig ist nicht, was groß auf der Packung steht (z. B. Lamm + Reis), sondern wie es in der Zusammensetzung (im "Kleingedruckten") benannt ist. "Lamm + Reis" darf plakativ benannt werden, wenn mindestens 4 % Lamm und 4 % Reis im Futter enthalten sind, kann also reine Werbeaussage sein. In der Zusammensetzung müssen die Zutaten, wenn man sie einzeln deklariert, in absteigender Reihenfolge aufgelistet sein. D. h. die Zutat, von der am meisten enthalten ist, steht an erster Stelle, die geringste Zutat an letzter Stelle. Leider schummeln hier auch wieder einige Hersteller von Trockenfutter: Das Fleisch wird in rohem Zustand (d.h. vor der Trocknung) gewogen, das Getreide aber als Mehl oder Schrot. So kann dann das Fleisch in der Deklaration an erster Stelle stehen, obwohl in der Trockenmasse mehr Getreide als Fleisch enthalten ist. Diese offensichtliche Täuschung ist nach unserem Futtermittelrecht leider völlig legal. · Bei gut deklariertem Futter sollten Sie unserer Meinung nach Naßfutter dem Trockenfutter vorziehen. Dies ist einfach ein Verarbeitungsschritt weniger, d. h. näher an der natürlichen Nahrung des Tieres. Da Trockenfutter zusammen mit Wasser im Magen noch nachquillt, erhöht sich hier das Risiko einer Magendrehung. Darüber hinaus werden fast alle Trockenfuttersorten mit Fetten besprüht, um die Akzeptanz beim Tier zu erhöhen. Diese Fette müssen wiederum stabilisiert werden, damit sie nicht ranzig werden. Im günstigsten Fall geschieht dies mit synthetischen Vitaminen, im ungünstigsten Fall mit Konservierungsstoffen. · Verzichten Sie auf hohe Vitaminzugaben im Futter. Die Verwertbarkeit synthetischer Vitamine ist umstritten. Deshalb sollten Sie das Tier lieber mit natürlichen Vitaminen versorgen. Geeignete Vitaminzusätze sind (unter anderem): · Lebertran (A + D) · Hefeflocken (B) · kaltgepresste Pflanzenöle (E) Als weitere Zugabe empfehlen wir Fischöle (am besten Lachsöl) wegen der dort enthaltenen essentiellen Fettsäuren (insbesondere Omega-3-Fettsäuren und Omega-6-Fettsäuren). In der Regel sind die im Fertigfutter zugesetzten Vitamine nicht für Ihr Tier enthalten, sondern zur Stabilisierung der Fette (Trockenfutter), teilweise aber auch aus reinen "Marketinggründen", d.h. um beim Uninformierten den Eindruck zu erwecken, sein Tier hätte nun alles, was es braucht. Bei der Produktion von Nass- und Trockenfutter wird mit hoher Hitze gearbeitet. Wir können also davon ausgehen, daß die vorab zugesetzten synthetischen Vitamine den Verarbeitungsprozess nicht in ihrer ursprünglichen Menge und Form überstehen. · Immer mehr Dosenfutter-Hersteller bieten "Fleisch pur" in Dosen an. Wir empfehlen Ihnen diese Dosen in einer Mischung mit guten Futterflocken. Dann kennen Sie in jedem Fall die Wertigkeit der pflanzlichen Zutaten. Aber auch bei "Fleisch pur" - Dosen gibt es erhebliche Qualitätsunterschiede. Grundsätzlich kann man sagen: Je größer der Proteingehalt in der Dose und je kleiner ihre Feuchtigkeit, desto höher ist die Wertigkeit des Futters. Ein sehr geringer Proteingehalt ist ein Hinweis für gebundenes Kochwasser oder für einen hohen Anteil von relativ wertlosem Binde- und Sehnengewebe. Im Gegenzug heißt dies: nur hochwertiges Fleisch kann auch eine hohen Proteingehalt bewirken. Dies gilt natürlich nicht für Dosen mit pflanzlichen Zutaten, da hier oft mit Soja-Proteinen gearbeitet wird, die das Tier nicht bzw. nicht gut verwerten kann. Zum Abschluß des Themas Fertigfutter möchten wir auf verschiedene unseriöse Werbeaussagen eingehen, mit denen einige Hersteller Sie von der Wertigkeit ihrer Produkte oder der Minderwertigkeit der Konkurrenzprodukte überzeugen wollen:
- · Im Trockenfutter ist die Aufschrift "ohne Zusatz von Konservierungsstoffen" keine Garantie dafür, daß keine Konservierungsstoffe
enthalten sind. Wenn der Hersteller sich das Sprühfett bereits konserviert anliefern läßt, so hat er keinen Konservierungsstoff zugesetzt und kann diese irreführende Aussage verwenden. · Im Dosenfutter ist eine besonders kurz deklarierte Haltbarkeit (z. B. 6 Monate oder 1 Jahr) kein Hinweis auf besonders gute Herstellung und Verzicht der Konservierung, sondern schlicht ein Werbe- und Marketinginstrument. Grundsätzlich muß Dosenfutter nach deutschem Futtermittelrecht bei mindestens 138 Grad Kerntemperatur (gemessen in der Mitte des Produktes) steril in die Dose gekocht werden. Allein durch diese Herstellung wird eine Haltbarkeit von min. 2 Jahren erreicht. Wer schreibt, daß sein Dosenfutter angeblich nur kürzer haltbar ist, will seinem Kunden lediglich eine besonders schonende Herstellung suggerieren. Es steht jedem Hersteller frei, weniger als die gesetzlich vorgeschriebene Mindesthaltbarkeit zu deklarieren. · Ein Futter wird damit beworben, ausschließlich Schlachtabfälle von EU-zugelassenen Bioschlachthöfen zu enthalten. Ein Schlachthof ist ein EU-zugelassener Bioschlachthof, wenn er räumlich in der Lage ist, Bio-Fleisch von konventionell erzeugtem Fleisch getrennt zu halten. Dies gilt aber nur für das Fleisch! Nach den in Deutschland geltenden Hygienevorschriften müssen die "Schlachtabfälle" sofort nach der Schlachtung von dem Rest des Tieres getrennt werden. Wir haben mehrfach erfolglos versucht, BIO-Pansen zu kaufen. Die Schlachthöfe sind räumlich und organisatorisch nicht in der Lage, auch die Innereien gem. Öko-Verordnung zu trennen. Wir mögen nicht ausschließen, daß der eine oder andere Schlachthof dies kann. Auch gibt es kleine genossenschaftlich organisierte Bio-Schlachthäuser. Die Herkunft des Produktes von einem EU-zugelassenen Bioschlachthof sagt nicht zwangsläufig aus, daß es sich beim Inhalt ausschließlich um "Bio-Zutaten" handelt. Es bleibt die Frage, warum solche Aussagen nicht mit einem zertifizierten Bio-Siegel bekräftigt werden. · Einige Verkäufer heben besonders hervor, daß nur Zutaten von Schlachthöfen verarbeitet werden. Sie warnen davor, daß andere Futtersorten Zutaten aus Tierkörper-Beseitigungsanstalten enthalten könnten, d. h. Kadaver von kranken Tieren und auch Kadaver von verstorbenen Hunden und Katzen. Dies ist eine falsche und unseriöse Angstmacherei. Grundsätzlich dürfen Produkte aus Tierkörper- beseitigungsanstalten nicht zu Futtermitteln verarbeitet werden. Entscheiden Sie selbst, ob Sie jemandem vertrauen, der sein Futter durch unwahre Negativaussagen aufwerten muß.
Zusammenfassung: Eine halbwegs gute Ernährung mit Fertigfutter ist eine "Wissenschaft" für sich. Einfacher ist da wirklich die natürliche und artgerechte Rohfleischernährung. Tips zur Rohfleischernährung finden Sie in unserer Futter-Fibel.
Alle hier gemachten Angaben entsprechen unserem Wissensstand. Eine - wie auch immer geartete - Haftung kann aus diesen Angaben nicht abgeleitet werden.
© Inhalt:Brigitte Büchner, Tierheilpraktikerin, Planckstraße 4, 22765 Hamburg Tel.: 040 - 390 98 45 und Peter Lundershausen, Majak 7, 29459 Clenze E-Mail: info@lunderland.de
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Über die Fütterung von Hunden Ein Brief aus “Our Dogs” übersetzt von U. Leyden
Entgegen der Ansicht vieler Züchter muß ich gegen ein Zusammenfüttern von Gemüse, Getreideerzeugnissen und Fleisch energisch protestieren. Nichts wäre schlechter für die Verdauung eines Hundes, als wenn er regelmäßig zerkleinerte und weiche Nahrung bekäme. Die Muskeln und die Säure eines Hundemagens sind so stark, daß sie das zäheste Fleisch verdauen können. Wenn sie jedoch während längerer Zeit nur mit zerkleinerter und weicher Nahrung gefüttert werden, wird dieser natürliche und wesentliche Prozeß seine Fähigkeit verlieren, das Beste und Nahrhafteste aus der Nahrung zu ziehen. Einige erfahrene Züchter werfen große Klumpen Fleisch ihren Hunden vor, damit es diese selbst zerreißen. Eine ausgezeichnete Methode, vorausgesetzt, daß es nicht mehr als zwei Hunde und möglichst verschiedenen Geschlechts sind, die in einem Zwinger gehalten werden. Von der ersten Mahlzeit an, welche die Hundekinder erhalten, sollten sie das Futter nicht zu sehr zerkleinert bekommen. Man gibt zuerst einige Stückchen, welche man mit dem Wachsen der Kleinen allmählich vergrößert. Das wird die Magensäfte und Muskeln zu ihren natürlichen Funktionen anregen und ist viel besser für die Zähne. Das Mischen von Nährmitteln und Fleisch kann leicht Störungen hervorrufen, es gibt übersäuerte Mägen und bildet einen guten Boden für Würmer. Die moderne Fütterung gibt Nährmittel am Morgen und Fleisch am Nachmittag. Fein gehackte Petersilie oder Kresse sollen über das Fleisch gestreut werden, was niemals gekocht, sondern immer roh verfüttert werden sollte. Gekochtes Fleisch ist vorverdautes Fleisch und gibt daher den Verdauungsorganen wenig zu tun. Wenn die alte Art der Fütterung längere Zeit weitergeführt wird, so setzen die Hunde weiches Fett an.
Wenn Sie ein interessantes Thema haben, daß alle Chow- und Hundefreunde interessieren könnte, senden Sie es mir zu.
chowfreund@chow-chow-club.de
Auch wenn Sie Fragen zur Haltung, Pflege und Fütterung eines Chow-Chow haben, wir helfen Ihnen gerne weiter.
Kontaktadressen finden Sie auf der Seite: “Wir über uns”
Wichtige Medikamente für den Hund:
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Drontal Spot-on od. Droncit (Wurmmittel) Panacur, Aniprazol, vermis-ex (Wurmtabletten) Frontline (gegen Zecken, Flöhe) Advantage (gegen Flöhe) Exspot (gegen Zecken) Penochron od. Epi-Otic (für die Ohren)
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