Der Chow-Chow

01-Kopfstudien Mit seiner stolzen, würdevollen Haltung ist der Chow-Chow eine auffallende Erscheinung in der Hundewelt.
 Er hat ein ausgeprägtes Selbstbewußtsein, ist eigenwillig und freiheitsliebend, Dritten gegenüber reserviert
 bis ablehnend, wachsam, aber kein Kläffer und von ausgesprochener Reinlichkeit. Seinen Menschen ist er
 zugetan ohne sklavische Ergebenheit. Er braucht liebevolle aber konsequente Erziehung. Abrichten im land
 läufigen Sinne läßt er sich nicht, aber er wird "Befehle" gut befolgen undumsetzen, wenn das Zusammenleben
 zwischen Hund und Hundehalter stimmt. Dann wird der Chow seinem Herrchen zuliebe auch Dinge tun, die
 er selbst für unnötig hält. Reine Zwingerhaltung ist für den Chow ungeeignet.
 Der Chow ist ein anpassungsfähiger Hund: auf Spaziergängen lebhaft und lauffreudig, im Wald sehr jagdfreudig
 (daher ist Leinenzwang meist zu empfehlen), im eigenen Reich wachsam, aber nicht laut, bei Dunkelheit sehr
 wachsam, innerhalb der Räumlichkeiten ruhig und zufrieden, in der Nähe seines Menschen zu sein.
 Pflegeleicht ist der Chow aufgrund seines üppigen Felles nicht. Einmal wöchentlich sollte gründlich gekämmt
 werden, sonst reicht tägliches Bürsten. Baden ist nur notwendig bei wirklich starker Verschmutzung des Fells
 und beim Fellwechsel das Umhaaren durch das verstärkte Auskämmen der Haare nach dem Bad zu beschleunigen.
Der Chow ist kein Hund für jedermann. Für ungeduldige, hektische Menschen ist er nicht die richtige Wahl.
Wenn Sie aber ein Mensch sind, der Freude hat an einem intelligenten vierbeinigen Familienmitglied, dem
Sie Pflichten und Rechte zugestehen, wird der Chow-Chow Sie nicht enttäuschen.

Mi-Pao´s Cream Casper2 Immer wieder hört man als Übersetzung des Namens Chow-Chow die Deutung "lecker-lecker" Diese
 Bezeichnung stammt aus dem Pidgin-Englisch fernöstlicher Seeleute und wurde für alle Kuriositäten
 und Raritäten aus Ostasien angewandt. Eine weitere Namensdeutung bietet das Wort "Chao-Chao" für
 europäische Ohren gleichklingend wie "Chow-Chow"- nur würde diese Übersetzung bedeuten:
 "Alles sehen, sehr wachsam, sehr klug, sehr geschickt" und somit die Eigenschaften eines geschätzten
 Jagdhundes beschreiben und als solcher wurde der Chow im ostasiatischen Raum verwendet. Für die
 Behauptung, der Chow-Chow sei eine Schlachthundrasse der Chinesen,gibt es nirgendwo eine Bestätigung.
 Vielmehr gibt es Beschreibungen, daß dieser Hund in China wegen seiner besonderen Veranlagung als
 beliebter Jagdhund anzusehen war. Ein Tang-Kaiser in der Provinz Yünnan hielt im 17. Jahrhundert an die
 2500 Paar des Chow-Typs und beschäftigte zu deren Wartung und zur Jagd 10000 Mann Personal. Der
 Chow wurde wie ein Setter verwendet, vorwiegend zur Jagd auf Fasane, Rebhühner, Feldhühner, Wachteln
 und ähnlichen. Bei unseren heutigen Chows kann man immer noch eine ausgeprägte Jagdleidenschaft
 feststellen. Eine Jagdhundrasse aber schließt eigentlich jede Mastanlage aus. Der wahrscheinlich letzte
 direkt aus China importierte Chow kam 1934 nach Deutschland. Dieser Hund wies, wie auch andere Importe
 nach England, keine Mastigkeit aus. Dies zur Richtigstellung der Fabel von der angenommenen besonders
gezüchteten Mastigkeit. Damit ist nicht ausgeschlossen, daß in China  keine Chows gegessen wurden. Die Tatsache, daß in China Hundefleisch gegessen
wurde und noch wird, besagt nichts. Auch in Europa, Deutschland nicht ausgenommen, wurde Hundefleisch gegessen. Noch 1925 gab es z.B. in Hamburg-
Altona eigene Hundeschlachtereien die regelmäßig Hundefleisch verkauften.

Ursprung

antik Ursprungsland: China
 Patronat: England
 Datum der Publikation des gültigen Originalstandards: 24. Juni 1987  Letzte Übersetzung: 6 / 1999
 FCI-Klassifikation: Gruppe 5 Spitze und Hund vom Urtyp, Sektion 5 Asiatische Spitze und verwandte
 Rassen - ohne Arbeitsprüfung-
 Der Chow soll lebhaft und wachsam sein, kompakt, kurz und geschlossen erscheinen, vor allem aber
 sehr harmonisch mit stolzer, würdevoller   Haltung, löwenhaft mit einer gut über dem Rücken getragener
 Rute.    Als Chow-typisch ist zu nennen:
 a) Blaues Pigment (Zunge, Gaumen, Zahnfleisch und Lefzen) erwünscht, regelmäßiges, vollständiges
 Scherengebiß.
 b) Ausdruck (Scowl) entsteht u.a. durch die Ohrenstellung, sollte aber nie durch lose Falten bildende
 Kopfhaut entstehen,
 c) Steile Hinterhand, tiefangesetzte Sprunggelenke (Stelzgang)
 d) Größe: Rüden: 48 bis 56 cm, Hündinnen: 48 bis 51 cm
Farbe: Der Chow ist ein mittelgroßer Hund und wird gezüchtet in den Farben: Schwarz, Rot, Blau, Rehfarben (Zimt) und Creme. Auch die Farbe
weiß wäre zulässig. Das Fell ist häufig schattiert, jedoch nicht gefleckt oder gescheckt. Die Unterseite der Rute und die Behosung der Schenkel
sind häufig von hellerer Farbe
.

 Shogun 3Langhaar - Kurzhaar
  Neben dem Langhaar-Chow gibt es noch den weniger gezüchteten Kurzhaar-Chow.
  Diese Chow-Chow-Variante  findet immer mehr Liebhaber. Das Fell des langhaarigen
  Chows ist üppig, dicht, gerade abstehend, das  Deckhaar ist eher von grober Textur,
  mit weicher, dichter Unterwolle. Besonders dicht um den Hals bildet es eine Mähne
  oder Kragen. Gut ausgeprägte Behosung an den Rückseiten der Schenkel.
  Das Fell des kurzhaarigen Chows ist kurz, üppig, dicht, gerade abstehend
  und nicht flach anliegend, in der Textur plüschartig.

 

 

 Horst Stern:  "Der Chow ist ein Hund, der ein Herr ist, auf der Suche nach einem Herrn, der kein Hund ist.*
 "Einem Mann, der in Harmonie mit einem Chow lebt, kann man vertrauen und ihn mit Gewinn um jeden Rat angehen.
          Er schweigt eher, als daß er aus Gefälligkeit lügt.*

 

Phillips
Freeman

Der Chow Chow von Diana Phillips
Das wohl empfehlenswerteste Chow-Chow-Buch
Hier wird von Diana Phillips anschaulich beschrieben,
was zur optimalen Haltung eines Chows erforderlich ist.
Mit vielen Farbfotos und Illustrationen.
ISBN: 3-924008-59-0               € 13,50

Praxis Ratgeber, Chow Chow von Eric Freeman
Ein informatives, interessant geschriebenes
Chow-Chow-Buch. Mit vielen neuen Infos
und vielen schönen Bildern.
ISBN: 3-898600-56-4                     € 19,80

Lesenswert:

Mister Starrsinn. Der besondere Charme des Chow-Chows  von Rebecca Sytlof
Der Chow-Chow ist ein ganz besonderer Hund. Er entscheidet selbst, was er tut und
was nicht, ist eigenwillig, sensibel und nachtragend. Leider zieht das exotische Äußere
viele Menschen an. Die blaue Zunge und das Teddybär-Image verschaffen dem Hund
Bewunderer, die sich nicht immer im Klaren darüber sind, was es bedeutet, mit einem
Chow-Chow zu leben. Wer diese Rasse mit ihrem unbeugsamen Charakter jedoch
wirklich liebt und respektiert, der findet einen treuen Gefährten fürs Leben. Nirgendwo
wird das deutlicher als in diesem Buch.
ISBN-13: 978-3927708433          € 10,80

MrStarrsinn
chowinnot

Das Chow-in-Not-Buch von Rotraut Ueding
Hundebücher über Aufzucht, Haltung, Training, Sport, etc.
gibt es in großer Zahl. So ist das vorliegende Buch über die
Arbeit der Tierschützer das erste, das sich mit dem Thema
Hund in Not befaßt.
ISBN: 3-8334-3778-2                      € 12,90

Emily

Emily & Co von Julika Seiler-Bierbaum
Geschichten und Erfahrungen mit Chows in Not
und anderen Rassevertretern.
ISBN: 3-89906-830-0                       € 13,-

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