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Der Standard des Chow-Chow und seine Interpretation

Der FCI-Standard von 1999, Nr. 205/D, erscheint kursiv.

Der aktuelle Standard (Ergänzungen) vom 09.03.2011 erscheint kursiv im Fettdruck.

Charakteristische Merkmale: Gut proportioniert, löwenhaft in der Erscheinung, mit stolzer, würdevoller Haltung; treu jedoch zurückhaltend; einzigartig in seinem stelzenden Gang;
blau-schwarze Zunge.

Allgemeines Äußeres: Ein lebhafter, kompakter und gut proportionierter Hund, mit kräftig gebautem Körper. Die Rute ist gut über dem Rücken getragen.

Allgemeines Erscheinungsbild: Lebhaft, kompakt, kurz und geschlossen, vor allem aber sehr harmonisch, löwenhafte Erscheinung, stolz, würdevolle Haltung, festgefügtes Gebäude,
Rute gut über dem Rücken getragen. Sollte immer fähig sein, frei zu laufen und soll nicht so viel Haar haben, dass seine Aktivität behindern oder in heißem Wetter Leiden verursachen
könnte. Eine bläulich schwarze Zunge ist charakteristisch.

Wichtige Proportionen: Der Abstand vom Widerrist bis zum Ellenbogen ist der Gleiche wie der Abstand vom Ellenbogen bis zum Boden.

Verhalten / Charakter (Wesen): Ein ruhiger Hund, sehr wachsam, mit blauschwarzer Zunge, einzigartig in seiner stelzenden Gangart. Eigenwillig, treu, jedoch zurückhaltend.

Interpretation: Oben stehende Umschreibung beabsichtigt ein allgemeines Bild von dem Chow-Chow zu geben mit seinen besonderen Eigenschaften, damit man sich einen Eindruck von ihm
machen kann. Wenn man diesen Orientalen in voller Behaarung sieht, ist es ein auffallend schönes Tier. Was in seiner Erscheinung so entzückt, ist die prächtige Proportion im Bau, der kräftige,
kurze Körper, und der so stolz getragene, adelige Kopf. Das Löwenhafte in der Erscheinung, von dem als charakteristisches Merkmal gesprochen wird, fällt wohl am meisten auf, wenn man den
Chow-Chow liegend oder von vorn sieht. Der schwere, markante Kopf, an dem die reiche Behaarung des Kragens gleichsam die Mähne bildet, und auch das Verhältnis des Kopfes zum Körper,
geben ihm in der Tat etwas Löwenhaftes. Auch bezieht sich das Wort auf die stolze Haltung des Kopfes.

Kopf und Schädel: Schädel flach und breit, mit wenig Stop; Partie unter den Augen gut ausgefüllt. Schnauze mäßig lang, breit  von den Augen bis zur Spitze (nicht zugespitzt am Ende wie beim
Fuchs). Nase in jedem Falle schwarz, breit und groß (außer bei cremefarbigen und weißen Tieren, bei denen eine hellere Nase gestattet ist, und bei blauen und zimtfarbenen Tieren eine gleichfarbige
Nase). Bei allen Farben ist jedoch die schwarze Nase vorzuziehen.

Kopf
Oberkopf: Schädel: Flach und breit, unter den Augen gut ausgefüllt.
Stop: Nicht ausgeprägt.
Gesichtsschädel: Nasenschwamm: Groß und breit, immer schwarz (ausgenommen sind cremefarbene und fast weiße Chows, bei denen die Nase heller gefärbt sein darf, sowie blaue und
rehfarbene
Chows. deren Nase gleichfarbig sein kann), aber in allen Farben ist schwarz bevorzugt.

Fang: Mäßig lang, von den Augen bis zum Ende des Fangs breit (nicht zulaufend wie bei einem Fuchs).

Interpretation: Das der Kopf ein sehr wichtiger Punkt ist, zeigt sich schon aus dem Umstand, den seine Beschreibung im Standard einnimmt. Ein typischer, imponierender Kopf ist von großer
Bedeutung für das allgemeine Äußere des Chow-Chows und gibt ihm das eigentümliche Gepräge. Hiermit will man keineswegs sagen, das dem Kopf soviel Bedeutung beizumessen ist, das nur er
allein der ausschlaggebende Faktor bei der Beurteilung ist. Wie aus dem Vorangehenden deutlich hervorgeht, soll der Kopf des Chow-Chow schwer und massiv sein und ziemlich groß im Verhältnis
zu Körper. Die üppige Behaarung des Kragens trägt oft dazu bei, den Kopf größer erscheinen zu lassen. Aber kein Hund kann einen wirklich schweren Kopf haben, wenn nicht die Knochenstruktur
dafür vorhanden ist. Daher die Forderung, dass der Schädel und die Schnauze breit sein müssen. Das heißt also, dass der Kopf mächtig wirkt. Der Schädel muss breit und daneben flach sein.
Ein gewölbter Schädel (z.B. ein Apfelkopf) ist fehlerhaft. Der Hinterhauptshöcker ist nur mäßig entwickelt. Von der Stirn geht eine tiefe Furche zwischen den Augen durch zum Stop. Der Chow
darf nur wenig Stop haben. Der Übergang von der Stirn nach dem Nasenrücken soll also sehr allmählich verlaufen und darf keinen scharfen Winkel bilden. Ein zu ausgeprägter Stop ist nicht
standardgerecht, gibt dem Kopf eine unrichtige Form und schadet dem adeligen Ansehen. Es muss beachtet werden, dass der Stop wegen der geforderten schweren Brauen und Runzeln am Kopf
manchmal schärfer aussieht, als er in Wirklichkeit ist. Die Haut des Kopfes soll locker und lose sein, über den Augen und auf der Stirn werden dadurch Falten und Runzeln gebildet, die den
eigentümlichen, gerunzelten, forschenden Blick mit hervorbringen (scowl). Die Partie unter den Augen soll gut ausgefüllt sein. Vom inneren Augenwinkel zur Lippe muss eine deutlich ausgeprägte
Furche laufen, die eine Absetzung bildet zwischen Backe und Schnauze.

Die  S c h n a u z e   soll mäßig lang sein. Dieses „mäßig“ ist eine undeutliche Beschreibung. Selbstverständlich wird beabsichtigt, dass die Länge der Schnauze im richtigen Verhältnis zur der Länge
des ganzes Kopfes stehen soll. An Hand der Angaben verschiedener Chow-Chows, deren Kopf als Vorbild gilt, beträgt die Schnauzenlänge ungefähr ein Drittel der Gesamtlänge (von der Nasenspitze
bis zum Hinterhauptshöcker). Ein Haupterfordernis für eine richtige Schnauzenform ist, dass die Schnauze breit sein soll von den Augen bis zur Spitze und nicht zugespitzt am Ende (wie bei einem
Spitz). Nichts kann den Kopf eines Chows mehr verderben, als eine lange, spitze Schnauze. Sehr wichtig ist auch, dass die Schnauze tief ist, vom Anfang bis zum Ende. An den Seiten soll die
Schnauze gut gefüllt sein, wodurch gleichsam Polster gebildet werden. Die Lefzen müssen dick sein und gut schließend. Der Unterkiefer darf nicht sichtbar sein.

Die  N a s e  soll groß und breit sein, mit weiten Nüstern. Sie darf nicht zurückgedrungen liegen in Bezug auf die Vorderpartie der Schnauze (so wie z. B. bei der Bordeaux-Dogge). Ebenso wenig darf
der Nasenpunkt höher liegen als die Nasenwurzel (also nicht wie bei einem Boxer einigermaßen aufwippen). Die Nasenfarbe muss schwarz sein. Bei cremefarbigen und weißen Tieren ist eine hellere
Nase gestattet. Bei blauen und zimtfarbenen Tieren eine gleichfarbige Nase, also bläulich, zimtfarbig oder leberfarbig – schieferfarben. Dieses Zugeständnis ist logisch, weil die Hunde der o. g. Farben
anders pigmentiert sind, so dass eine nicht schwarze Nase nicht als Fehler angerechnet werden kann. Aber auch bei Chow-Chows von diesen Farben soll eine schwarze Nase den Vorzug haben und
das Ideal bleiben.

Augen: Dunkel und klein, mandelförmig bevorzugt (bei blauen und zimtfarbenen  Tieren ist eine hellere Farbe gestattet).

Augen: Dunkel von ovaler Form, mittelgroß und ebenmäßig. Bei blauen und rehfarbenen Chows sind passend gefärbte Augen zulässig. Ein ebenmäßiges, entropiumfreies Auge darf nie nur
aufgrund seiner Größe geringer bewertet werden.

Interpretation: Auch die Augen sind von großer Wichtigkeit, weil die richtige Augenform und die richtige Augenlage zum Charakteristischen des Chow-Kopfes beitragen. Das Auge muss dunkel,
aber nicht „schwarz“ sein, Bei blauen und  zimtfarbigen Chows ist zwar eine hellere Augenfarbe gestattet, aber auch hier gilt, das ein dunkles Auge immer bevorzugt wird. Ein helles Auge – wie die
Farbe des Chows auch immer sein mag – ist niemals schön, und bei den anderen als  Zimtfarbenen und Blauen ein Fehler. Weil die Schnauze breit ist, versteht es sich ohne weiteres, dass die Augen
weit auseinander gestellt sind. Die schweren Brauen überwölben die Augen und die tiefen Furchen gehen direkt von den Brauen der Außenseite der Augen nach dem Mundwinkel entlang.
Der Augenschlitz ist bei dieser chinesischen Rasse mandelförmig und schief stehend, das heißt also, dass der innere Augenwinkel tiefer liegt als der äußere. Der Augenschlitz soll eng sein. Es versteht
sich von selbst, dass durch die Füllung ringsherum das Auge tief liegt. Ein großes, rundes, kugelförmiges Auge ist ein ernsthafter Fehler und verdirbt den Gesamtausdruck. Und gerade der Ausdruck
der Augen ist bei dieser Rasse so apart; das Undefinierbare zwischen nachdenklich, philosophisch misstrauisch und zuweilen etwas hochmütig, das aber alles mit Bösartigkeit nichts zu tun hat, steht
ganz im Einklang mit seiner orientalischen Natur. Die Forderung, die der Standard an Augenform und -lage stellt, wird oft für das bisweilen vorkommende Entropium (das sich nach der Innenseite
Umbiegen der Augenlider) verantwortlich gemacht. Entropium ist jedoch nicht an das kleine tief liegende Auge gebunden. Es gibt genug Chows mit sehr kleinen tief liegenden Augen, die keine Spur
von Entropium aufweisen, dagegen gibt es aber Exemplare mit verhältnismäßig großen und gar nicht tief liegenden Augen, die es doch haben. Andererseits ist jedes tränende Auge noch keine
Entropium. Das Tränen der Augen kann eine andere Ursache haben. Das Entropium ist und bleibt eine unangenehmes Übel und eine Operation ist dafür meistens das einzige Mittel. Mitunter wird
ein guter Erfolg erreicht durch Massage der Augenlider, diese Kur aber fordert sehr viel Zeit. Dem Entropium gegenüber steht das wohl nur ausnahmsweise vorkommende Ektropium (das sich nach
der Außenseite Umbiegen der Augenlider). Das ist weniger hinderlich für den Hund, wirkt aber sehr hässlich. Wohl sieht man dann und wann bei Chows „haw“ (das untere Augenlid ist etwas
ausgebaucht, wodurch das Rot der Bindehaut sichtbar wird, wie zum Beispiel beim Bernhardiner). Das verursacht eine fehlerhafte Augenform.

Ohren: Klein, dick, an den Enden leicht abgerundet. Steif aufrecht getragen, aber gut vorwärts über die Augen gerichtet, und weit auseinander stehend, was dem Hund den charakteristischen,
mürrischen Ausdruck der Rasse verleiht (Scowl).

Ohren: Klein, dick, an den Spitzen leicht gerundet, steif aufrecht getragen, weit auseinander stehend, jedoch leicht zueinander geneigt, gut vorwärts über die Augen gerichtet, ergibt den für die Rasse
so charakteristischen, mürrischen Ausdruck (Scowl). Dieser Ausdruck darf niemals durch lose Falten bildende Kopfhaut erzielt werden.

Interpretation: Ebenso bedeutend wie die Augen sind die Ohren. Der typische Ausdruck des Chow-Kopfes ist in hohem Maße abhängig von den richtigen Ohren. Sowohl was die Größe und die reine
Form anbelangt, als von der korrekten Stellung und der richtigen Haltung. An der Basis breit, läuft das Ohr allmählich schmaler zu und ist an der Spitze leicht gerundet. Der Standard sagt:“steif
aufrecht getragen, aber gut vorwärts über die Augen gerichtet“, das heißt, die Ohrmuschel ist steif, nicht umbiegend oder hängend, und steht nicht senkrecht auf dem Schädel, sondern schief nach vorn,
nach den Augen senkend. Sie sind an dem inneren Rand etwas höher angesetzt als an dem äußeren Rand. Die Ohren sollen nicht nur klein erscheinen durch die Behaarung ringsum, sondern sie sollen
klein sein. Die Ohren müssen an der Außenseite dicht und kurz behaart sein. Ein großes, absolut aufrecht stehendes Ohr, in das man hineinsehen kann, ist abscheulich. Auch zu hoch gestellte oder zu
nahe zueinander stehende Ohren tun viel Abbruch. Wenn der Chow einen breiten Schädel hat, wie es der Standard fordert, dann ist es unmöglich, dass die Ohren nahe beieinander stehen. Dagegen
sind zu breit auseinander stehende Ohren auch nicht korrekt, weil das dem Chow einen dösigen Eindruck verleiht. Der richtige Abstand zwischen den Ohren ist am genauesten beschrieben, wenn
 man es so ausdrückt: Eine gerade Linie von der Innenseite der Ohrenbasis nach unten endet bei der Außenecke des Auges. Bemerkenswert bei den Ohren eines Chows ist noch, dass sie unabhängig
voneinander beweglich sind. Wie bedeutend die Ohren und deren Stellung und Haltung für den Ausdruck des Kopfes sind, beweist schon die Tatsache, dass, falls der Chow die Ohren wegzieht, viel
von dem eigentümlichen „Scowl“ verloren geht.

Scowl“: Ein einzigartiges und eines der wertvollsten Merkmale des Chow. Hiervon ist eigentlich nicht mit einem einfachen Wort eine Definition zu geben, wenn es auch in der Regel einfach mit
„finsterer Gesichtsausdruck“ übersetzt wird. Es ist der Begriff für den geforderten runzelnden Gesichtsausdruck des Chow, wovon in hohem Maße das Imponierende, Adelige des ganzen Kopfes
abhängig ist. Ohne „scowl“ kann ein Chow nicht typisch sein. Durch das, was hier schon über den Kopf gesagt wurde, wird klar, dass verschiedene Teile davon sehr wichtig sind für den „scowl“.
Dieser entsteht nicht nur durch die richtige Augenform, die Augenlage, die erwünschten Ohren oder deren Stellung und Haltung, durch die Stirnfurche oder die Falten am Kopf allein, sondern durch
dies alles zusammen. Jeder dieser Faktoren trägt dazu bei, um miteinander die charakteristische Rasseneigenschaft zu bilden, die „scowl“ heißt. Indem die Beleuchtung auf die Falten am Kopf bei
den roten Tieren den meisten Effekt gibt, ist der „scowl“ bei diesen gewöhnlich ausgeprägter als bei schwarzen und blauen Tieren.

Maul: Zähne stark und eben, Scherengebiss; Zunge blauschwarz, Lefzen und Gaumen schwarz, Zahnfleisch schwarz bevorzugt.
Lefzen: Lefzen und Gaumen schwarz (blauschwarz). Zahnfleisch vorzugsweise schwarz. Zunge bläulich-schwarz.
Lefzen: Eine ununterbrochen schwarze Schnauze inklusive der Gaumen und Lefzen mit einer bläulich-schwarzen Zunge ist ideal.
Bei den blauen und bei den rehfarbenen Chows kann eine mehr abgeschwächte Farbe vorkommen und die Abschwächung kann noch
deutlicher bei den cremefarbenen und den weißen Chows sein.

Kiefer / Zähne: Zähne stark und ebenmäßig, kräftige Kiefer mit einem perfekten, regelmäßigen und vollständigen Scherengebiss, wobei die obere Schneidezahnreihe ohne Zwischenraum über die
Untere greift und die Zähne senkrecht im Kiefer stehen.

Interpretation: Da der Chow stumpfe Kiefer hat, sind die Schneidezähne fast in gerader Linie ebenmäßig nebeneinander aufgestellt. Dies im Gegensatz zu den Hunden mit einer spitzen Schnauze,
wobei die Schneidezähne einen Kreisbogen bilden. Gefordert ist das normale, kräftige Scherengebiß (die Schneidezähne des Oberkiefers genau schließend über denen des Unterkiefers, ohne
Zwischenraum). Ein Zangengebiß ist nicht so schlimm, aber Über- und Unterbeißen (Vor-/Rückbiss) sind fehlerhaft.

Die Zunge ist ein kennzeichnender Punkt. Die allen auffallende eigentümliche blauschwarze Zunge des Chows ist ja eine einzigartige Eigenschaft der Rasse. Obwohl man oft von einer blauen oder
schwarzen Zunge spricht, muss beachtet werden, dass die Farbe in Wirklichkeit mehr die Färbung reifer Heidelbeeren hat. Die Zunge muss über die ganze Oberfläche blauschwarz sein. Keine einzige
Abweichung ist in diesem Punkt gestattet, weil jede Konzession ein Außerachtlassen eines geforderten speziellen Rassemerkmales bedeutet. Der Standard ist, was das anbelangt, auch sehr deutlich
und reiht, unter die speziellen Fehler mit Namen „Gesprenkelte oder fleckige Zunge“ ein. Auch die Lefzen und der Gaumen müssen schwarz sein. Das Zahnfleisch schwarz bevorzugt, so dass es
nicht als Fehler gilt, wenn es heller (meistens lila bis rosa) pigmentiert ist. Wirklich schwarzes Zahnfleisch sieht man praktisch nur bei schwarzen Chows.

Hals: Stark und kräftig, gut auf den Schultern aufgesetzt und leicht gewölbt.

Hals: Kräftig, voll, aber nicht kurz, leicht gebogen und gut auf den Schultern aufgesetzt. Von ausreichender Länge um den Kopf stolz oberhalb
der Rückenlinie zu tragen.

Interpretation: Es ist auffallend, wie viel Einfluss der Hals auf die allgemeine Figur und die Proportion des Chows ausübt. Er kann dazu entweder viel beitragen oder Abbruch tun. Der Chow soll den Kopf stolz tragen. Das dies nur dann möglich ist, wenn der Hals ihm dies ermöglicht, ist selbstverständlich. Der Hals muss daher von der Basis, wo er kräftig auf den Schultern steht, mit einer schönen Biegung die Verbindung mit dem Kopf bilden. Der ideale Winkel des Halses mit dem Rücken ist 60°. Der Hals muss kräftig und muskulös und gut gefüllt sein, dick sein und die richtige Länge haben, um schön gebogen zu werden. Ein Hals, der im Hinblick zum Rücken fast horizontal steht, oder zu kurz ist, ist hässlich, weil er die Symmetrie zerstört und den Hund länger erscheinen lässt.

Vorderhand: Schultern muskulös und abfallend. Vorderbeine vollkommen gerade, von mäßiger Länge, mit schweren Knochen.

Gliedmaßen
Vorderhand: Vorderläufe gerade, mäßig lang, mit kräftigen Knochen.
Schultern: Muskulös und schräg liegend.
Ellenbogen: Gleichweit entfernt vom Widerrist und vom Boden.

Interpretation: die  S c h u l t e r n  sind selbstverständlich ein bedeutender Bestandteil, weil sie zu dem Mechanismus gehören, der den Gang regelt. Auch der gute Stand der Vorderbeine ist
größtenteils abhängig von den richtigen Schultern. Die Schultern sind schräg gestellt und durch kräftige Muskeln mit dem Brustkasten verbunden. Durch eine verkehrte Schulterlage entsteht eine
unrichtige Bewegung der Vorderbeine und eine fehlerhafte Front. Die Vorderbeine müssen perfekt gerade sein, mit schweren Knochen und stark bemuskelt; die Ellbogen müssen gut anschließen
an den Körper. Manches Chow-Vorderbein erscheint schwerer als es in Wirklichkeit ist, wenn der Hund den Vorteil hat, eine dichte wollige Behaarung auf den Beinen zu haben. Tatsächlich hat
er dann vielleicht weniger Knochen als ein Rassegenosse, der nicht so bevorzugt ist und deshalb weniger schwere Beine zeigt. Es ist schwierig, beim Betasten des Vorderbeines eines Chows die
Schwere der Knochen genau zu konstatieren, denn was man fühlt, ist die Kombination von Knochen, Muskeln und Haar, also eigentlich die Substanz. Es gibt Chows, bei denen die Fransen an
den Vorderbeinen diese oben schwerer erscheinen lassen als bei der Pfote, trotzdem die Knochen im ganzen Bein gleich schwer sind. Das Bein muss kräftig und vollkommen gerade sein vom
Ellbogen an bis zur Pfote. Es darf unter keinen Umständen im Handgelenk durchbiegen (also durchtreten) und ebenso wenig dürfen die Pfoten von dem Handgelenk an nach außen gedreht stehen
(französischer Stand). Die Länge der Vorderläufe muss lt. Standard mittelmäßig sein. Das ist aber eine unbestimmte Bezeichnung. Das richtige Verhältnis ist eine Beinlänge (vom Boden bis zum
Ellbogen), die ungefähr die Hälfte der Höhe des ganzen Hunden (vom Boden bis zum Rist) beträgt. Sind die Vorderbeine zu kurz, geht die Proportion des Hundes verloren. Der Abstand zwischen
den beiden Vorderbeinen muss breit sein. Ein Chow, der Vorderbeine hat, die wie zwei Stöcke in einer Öffnung stecken, kann nicht den Eindruck eines robust gebauten Hundes machen. Eine enge
Front ist auch sehr hässlich.

Körper: Brust weit und tief, Rücken kurz, gerade und kräftig. Lenden kraftvoll

Körper:
Rücken: kurz, gerade und kräftig.
Lenden: Kraftvoll.
Brust: Breit und tief; Rippen gut gewölbt, jedoch nicht tonnenförmig.

Bevor auf die gesonderten Teile des  K ö r p e r s  eingegangen wird, sei beobachtet, dass der Chow quadratisch gebaut sein muss, das heißt, das die Rumpflänge gleich sein muss der Risthöhe.

Interpretation: Die Brust muss breit und tief sein und reicht bis an die Ellbogen, am liebsten noch etwas darunter. Die Breite und Tiefe der Brust ist abhängig von der richtigen Form der Rippen.
Sind sie zu flach, dann bieten sie nicht nur zu wenig Raum für Herz und Lunge, sondern sie verursachen auch eine zu verwerfende enge Front. Sind die Rippen zu rund, dann fehlt dem Brustkasten
meistens die Tiefe. Die richtige Form des Brustkastens des Chows ist weder tonnenförmig noch oval, sondern eher herzförmig. Bei Hündinnen haben die Rippen etwas mehr Rundung als bei Rüden.

Der  R ü c k e n  ist aus mehreren Gründen einer der wichtigsten Unterteile des Körpers. Erstens bedeutet er eine der Linien, die die Form des Hundes bestimmen, und daneben gibt er dem ganzen
Rumpf Stütze. Der Rücken ist mitbestimmend für den verhältnismäßig gedrungenen Körperbau; er muss kurz sein. Er soll auch breit sein. Diese Breite wird dadurch erreicht, dass die Rippen vom
Rückgrat an gut auswärts ausgreifen, bevor sie wieder nach innen biegen. Hinter den Rippen verengt sich der Rücken etwas, um sich in der Lendenpartie wieder zu verbreitern. Er muss vollkommen
gerade sein, das heißt, horizontal im Hinblick auf den Boden. Ein vom Rist nach dem Kreuz ansteigender Rücken, wodurch der Hund hinten höher ist als vorn (überbaut), ist fehlerhaft. Nicht so
schlimm ist das Umgekehrte, also ein Rücken, der vom Rist nach dem Kreuz abläuft, was der Chow mit seinem reich behaarten Schwanz überdies gut kaschieren kann. Tadelhaft ist auch ein Senk-
oder Karpfenrücken.

Von den  L e n d e n  sagt der Standard nur, dass sie kraftvoll sein müssen, dass heißt, das die Lenden breit sein müssen, kräftig bemuskelt und kurz. Der Chow darf besonders an den Weichen nicht
einfallen. Ein birnenförmiger Körper ist sehr hässlich, ebenso wie eine Wespentaille. Die Bauchlinie darf nicht aufgezogen sein. Beim Rüden verläuft sie selbstverständlich etwas schräger nach oben
als bei Hündinnen.

Hinterhand: Hinterbeine muskulös, Sprunggelenke tief angesetzt und vollkommen gerade, was dem Chow den eigentümlichen, gewünschten, charakteristischen, stelzenden Gang ermöglicht.

Hinterhand: Muskulös
Sprunggelenk: Tief angesetzt, mit minimaler Winkelung, unentbehrlich für den charakteristischen, stelzenden Gang. Die Sprunggelenke dürfen niemals nach vorne durchgedrückt sein.
Hintermittelfuß: Von den Sprunggelenken abwärts gerade
Allgemeines: Im Profil steht der Fuß direkt unterhalb des Hüftgelenks.
Oberschenkel: Gut entwickelt.
Knie: Nur wenig gewinkelt.
Unterschenkel: Gut entwickelt.
Hintermittelfuß: Sprunggelenk gut tief gestellt. Von den Sprunggelenken abwärts gerade erscheinend, niemals nach vorne durchgedrückt.

Gangwerk: Kurz und stelzend. Ziemlich kurz schreitend und die Hinterfüße nicht hoch anhebend, so dass sie über den Boden zu streifen scheinen, eine im Profil gesehen, pendelähnliche
Bewegung ergebend. Seine charakteristische kurz schreitende Gangart erlaubt ihm frei zu laufen, niemals schwerfällig und mit
vorzüglicher Ausdauer. Vorder- und Hinterläufe bewegen sich
parallel zueinander und geradeaus.
Die Hunde sollten immer befähigt sein frei zu laufen und gesund ohne jegliche Anzeichen von Stress.

Interpretation: Der Hinterhand muss besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden. Hier haben wir es mit einer einzigartigen und charakteristischen Eigenschaft der Rasse zu tun. Die Hinterbeine
seien ebenso wie die Vorderbeine kräftig bemuskelt und schwerknochig. Sie müssen ebenfalls im gutem Abstand voneinander stehen, parallel laufen und gerade sein, von welcher Seite auch besehen,
und in Ruhe in vertikaler Linie unter der Schwanzwurzel stehen. Sie dürfen weder rückwärts gestellt werden, wie z. B. bei einem Deutschen Schäferhund, noch zu viel nach vorn ausgreifen. Im
ganzen Hinterbein sind die Knochen praktisch ohne Winkelung im Hinblick aufeinander. Der Oberschenkelknochen läuft fast senkrecht nach dem Kniegelenk und muss bedeckt sein mit starken, gut
entwickelten Muskeln. Das Schienbein und das Wadenbein laufen ebenso fast ohne Winkelung vom Kniegelenk nach dem Sprunggelenk . Die Hintermittelfußknochen, welche vom Sprunggelenk
nach den Zehenknöchelchen (also nach dem Fuß) laufen, müssen kurz und schwer sein. Falls sie zu lang sind, kann der Hund die geforderten tiefliegenden Sprunggelenke nicht haben. Oft wird
angenommen, dass besonders der geraden Sprunggelenke zufolge die typische Hinterhand des Chows entsteht. Im Gegenteil, die Form jedes Teiles des Hinterbeines ist wesentlich für die korrekten
Hinterläufe des Chows. Nachdrücklich musss darauf hingewiesen werden, dass eben durch das Fehlen von Winkelungen vom Hüftgelenk  an bis zu den Zehen der Chow die charakteristischen
geraden Hinterbeine und den eigentümlichen Stelzgang hat.

Das  S p r u n g g e l e n k  ist bei Chows sehr wichtig, weil es dabei einen kleinen Unterschied gibt von anderen Rassen. Es ist ein kompliziertes Gelenk, bestehend aus sieben verschiedenen
Knöchelchen. Auch hier fällt das Fehlen der Winkelung auf. Die Differenz des Sprunggelenkes des Chow mit dem von anderen Rassen steckt im Fersenbein. Bei den meisten Rassen ist das
Fersenbein, worüber verschiedene Muskeln und Sehnen laufen, ein ziemlich langes, schräg nach oben vorstehendes Bein, das die Verlängerung der Hintermittelfußknochen bildet und ganz
abgesondert von dem Schienbein liegt. Beim Chow ist das Fersenbein kürzer, breiter und stumpfer. Dies zusammen mit der Tatsache, dass die Hacke gerade ist, hat zur Folge, dass das Fersenbein
eng anliegt hinter dem Schienbein, ohne dass es es an der Hacke einen sichtbaren Punkt bildet. Dazu kommt die reiche Behaarung der Hosen und die Fransen am Hintermittelfuß, die die Gradheit
des Beines noch betonen.

Wenn der Hund die Hinterbeine nicht senkrecht unter die Schwanzwurzel stellt, sondern etwas nach hinten stellt, auch im Gang, kann er den Eindruck machen, als ob das Bein nach vorn durchbiegt.
Das Bein wird dann mehr gestreckt und die Muskeln stärker gespannt. Durch die besondere Form des Fersenbeins drückt dies gleichsam an der Rückseite gegen das Schienbein und dadurch sieht
man an der Vorderseite des Hinterbeines die Abzeichnung des Gelenkdorns und des Sprungbeines, umgeben von starken Bändern wie eine Rundung nach vorn. Hierdurch wird der Eindruck erweckt,
dass das Gelenk selber nach vorn biegt. Selbstverständlich kommt dies nur bei Chows mit einer äußerst steilen Hinterhand vor.

Infolge der Struktur der ganzen Hinterhand entsteht auch der eigentümliche, stelzende Gang des Chows. Der Schritt ist kurz und schnell. Er bringt die Hinterläufe weder weit nach vorn noch weit
nach hinten. Er läuft mit kleinen federnden Päßchen. Den geringen Bewegungen des Sprung- und Kniegelenks zufolge verstellt er die Hinterbeine gleichsam wie Stelzen. Trotz des besonderen
Ganges kann er schnell laufen und sich rasch fortbewegen, und hat überdies eine große Ausdauer.

Pfoten: Klein, rund, katzenartig, Gut auf den Zehen stehend.

Pfoten: Klein, rund, Katzenpfoten ähnlich, gut auf den Zehen stehend.

Interpretation: von allen vier Pfoten müssen die Zehenknöchelchen kurz sein und ziemlich stark gebogen, um die geschlossene, runde Pfote zu bilden. Der Chow steht auf den Zehenkissen,
wobei das Sohlenkissen an der Rückseite einigermaßen frei liegt, während die Zehen engschließend beieinander gehalten werden und sich nicht bewegen können wie bei denen der Katze.
Die Krallen müssen kurz und dick sein, dürfen gerade eben den Boden berühren und fast nicht sichtbar sein. Ein Spreizfuß mit nach vorn stehenden Krallen ist fehlerhaft. Der Chow läuft
unhörbar, als ob die Fußkissen von Samt wären.

Schwanz: Hoch angesetzt und gut über dem Rücken getragen.

Rute: Hoch angesetzt, gut über dem Rücken getragen.

Interpretation: Der üppig und lang behaarte  S c h w a n z  ist ein dekorativer Teil, der sehr viel zur Verschönerung des allgemeinen Äußeren beiträgt. Der richtige Schwanzansatz, Schwanzlänge
und Schwanzhaltung akzentuieren die Kurzheit des Rückens und also auch das Quadratische des ganzen Hundes. An der Wurzel ist der Schwanz dick und verjüngt sich dann allmählich bis zur
Spitze. Die Rute muss hoch angesetzt sein und von der Verbindung mit der Kruppe an sofort flach über den Rücken geworfen werden. Er darf nötigenfalls an der Spitze zur Linken oder Rechten
des Rückens liegen, aber niemals nach einer der beiden Seiten abhängen auf den Schenkel. Obwohl der Schwanz an sich von mittlerer Länge ist, reicht er durch die enorme Behaarung oft bis an den
Kragen und liegt wie eine Welle von Haaren über dem breiten Rücken.

Fell: Üppig dicht, gerade und abstehend. Das Oberhaar (Granne) fühlt sich rauh an, mit rauher Struktur. Weiches, wolliges Unterhaar.

Der Chow-Chow ist ein üppig behaarter Hund und die richtige Proportion  des Tieres muss nach der natürlich Länge seines Fells beurteilt werden.

Haarkleid
Haar: Lang- oder kurzhaarig.
     -    Langhaar: Üppig, dicht, gerade und abstehend aber nicht übermäßig lang. Das Deckhaar ist eher von grober Textur, mit weicher, dichter
     -    Unterwolle. Besonders dicht um den Hals bildet es eine Mähne oder einen Kragen. Gut ausgeprägte Behosung an den Rückseiten der Schenkel
     -    Kurzhaar: Kurz, üppig, dicht, gerade, abstehend und nicht fach anliegend, in der Textur plüschartig
Jedes künstlich gekürzte Haarkleid, das die natürlichen Umrisse oder den Ausdruck verändert, sollte negativ bewertet werden,
mit Ausnahme der Füße, welche zurechtgemacht werden dürfen.

Interpretation: Das üppige, dichte, abstehende  F e l l  leistet einen wichtigen Beitrag zu der reizenden Erscheinung und der Schönheit des Chow-Chow. Das Unterhaar ist weich und wollig, das
Oberhaar ziemlich rauh und hart, abstehend und glänzend. Am Rücken, an den Rippen, Flanken und Schenkeln sind die Haare von gleicher Länge. An der Vorderseite der Läufe und an den Pfoten
ist das Haar kurz und dicht. An der Rückseite der Vorderbeine bilden längere Haare die Armfransen, indem an der Rückseite der Schenkel die langen dichten Haare die sogenannten Hosen bilden.
An der Unterseite der Rute hat das Haar dieselbe Länge wie auf dem Rücken, aber an der Oberseite davon ist es sehr lang und üppig, wodurch es wie ein Fächer über den Rücken fällt. An der
Schnauze ist es sehr kurz und samtartig. An der Stirn ist es ein wenig länger. Die Außenseite der Ohren ist an der Spitze dicht und kurz behaart, aber nach dem Ohrenansatz zu wird das Haar
etwas länger. Um den Hals und Nacken und an den Schultern ist die Behaarung außerordentlich lang und abstehend, und bildet den, der Mähne eines Löwen gleichenden großen Kragen, der dem
eindrucksvollen Kopf soviel Charme verleiht. Die Haare eines Chow dürfen nicht flach liegen. Weiches, schlaffes Haar ist fehlerhaft und es wirkt außerordentlich hässlich, wenn es an der Unterseite
des Kragens den sog. „Collie-Beard“ bildet.

Das man beim Zurechtmachen des Chow-Chows für eine Ausstellung die Ohren ein wenig beschneidet und die Pfoten abrundet ist noch erlaubt. Aber dass man, wie öfters zu sehen war, die Hosen
und die Rute so beschneidet, dass nur dadurch der Chow kürzer aussieht, ist verboten. Deshalb hat jetzt der Englische Kennel Club in den Standard offiziell aufgenommen, dass das Fell seine
natürlich Länge haben soll.

Bemerkenswert ist, dass die hellroten Chows im allgemeinen nicht nur die längsten und reichsten Pelze haben, sondern auch meistens eine bessere Haarart. Die einfarbigen dunkelroten Tiere haben
gewöhnlich wohl einen sehr dichten, rauhen Pelz, aber oft weniger lang. Bei schwarzen Tieren, und noch mehr bei blauen Tieren, ist es schwer, die geforderte Behaarung zu erhalten. Falls das Haar
bei Chows dieser Farbe lang ist, fehlt oft das Unterhaar, oder das Fell ist zu weich, so dass es nicht schön absteht. Die heutigen Chows haben bestimmt an allgemeiner Erscheinung gewonnen, weil
es gelungen ist, im Laufe der Jahre den Reichtum der Pelze zu größerer Vollkommenheit zu bringen. Viele und verschiedene Faktoren sind von Einfluss auf das Fell. Ernährung und Pflege sind von
großem Gewicht. Daneben gewinnen auch die Jahreszeiten und nicht weniger das Klima ihren Einfluss auf die Behaarung.

Farbe: Einfarbig schwarz, rot blau, zimt, creme oder weiß. Häufig abgetönt, aber nicht fleckig oder gescheckt. (Untere Teile der Rute und Höschen oft von hellerer Farbe.)

Farbe: Einfarbig schwarz, rot, blau, rehfarben, creme oder weiß, häufig schattiert, jedoch nicht gefleckt oder gescheckt. Unterseite der Rute und Behosung der Schenkel häufig von hellerer Farbe.

Interpretation: Der Chow-Chow muss einfarbig sein, mehr oder weniger abgetönt. Nachdrücklich muss darauf hingewiesen werden, dass mit einfarbig gemeint ist: die Grundfarbe rein, weil sonst
keine Betonungen sein dürften. Fehlerhaft ist aber buntscheckiges oder geflecktes Tier, oder z. B. ein roter Chow mit schwarzen Haaren im Pelz. (Das soll nicht so genau genommen werden, dass
nicht doch ein paar schwarze Haare am Rutenende hingenommen werden könnten.) Wenn also die Farbe nur rein ist, darf diese weiter keinen Einfluss haben auf die Beurteilung des Hundes.
Es bleibt eine Geschmackssache. Der Standard nennt die anerkannten Farben namentlich und fügt bei: häufig abgetönt. Die schwarzen Tiere, die auf dem Körper tiefschwarz sein müssen, dürfen
an Höschen und Rute silbergrau sein.  In der Haarung zeigen sie oft rostig rot oder grau im Fell, was durch das tote Haar verursacht wird. Auch die blauen Tiere, die eine silbergraue oder hellgraue
Abzeichnung an Höschen und Schwanz haben dürfen, verfärben sich oft während der Haarung. Man sei so vernünftig, die Tiere in einer derartigen Kondition nicht auf Ausstellungen zu bringen.
Blau trifft man in verschiedenen Nuancen , von sehr dunkelblau bis graublau. Es ist die schwierigste Farbe, nicht nur zum Züchten, sondern auch um sie schön zu halten. Viel größer ist die
Verschiedenheit in den roten Farben: von mahagoni und rotbraun bis sehr hellrot. Weiße Chows kommen sehr selten vor. Die cremefarbigen Tiere sind auch selten, insbesondere diejenigen mit
dunklen Augen und schwarzer Nase. Zimtfarbige Tiere kommen ziemlich viel vor. Lange Zeit sind sie das Stiefkind gewesen, weil – vollkommen aus der Luft gegriffen – behauptet wurde, Zimt
sei eigentlich keine anerkannte Farbe für einen Chow. Glücklicherweise nennt der Standard diese Farbe jetzt namentlich.

Gewicht und Größe: Mindesthöhe für Chows soll 18 inches (45,5 cm) betragen. Doch soll im Einzelfalle die gute Proportionierung das Hauptmerkmal sein und die Beurteilung der Größe dem
Richter überlassen bleiben.

Größe:
Widerristhöhe: Rüden: 48 bis 56 cm (19 bis 22 inches).
                        Hündinnen: 46 bis 51 cm (18 bis 20 inches).

Interpretation: Was das Maß betrifft, stellt der Standard wohl ein Minimum fest, nämlich 18 inches (gut 45 cm), fügt aber hinzu, dass die gute Proportion des Hundes der bedeutendste Punkt
bleiben muss. Dies enthält also,dass der Richter einen Hund, der etwas kleiner ist, aber schön proportioniert, mit Recht höher bewerten kann als ein Tier, das die richtige Höhe hat, aber weniger
symmetrisch ist. Trotzdem sei gesagt, dass 45 cm doch wohl ein Minimum für einen Chow sein muss – ganz sicher aber für einen Rüden. Das Bestreben, das auf ein Ideal gerichtet sein muss, wird
sich also nicht mit einem Minimum zufrieden geben dürfen. Außerdem beschreibt der Standard das allgemeine Äußere als löwenhaft und als ein Hund mit stolzer, würdevoller Haltung. Dieser
Eindruck wird doch besser hervorgerufen von einem Hund von ordentlicher Größe, der mehr imponiert und mächtiger ist als ein kleinerer. Man muss sich doch als erforderliches Maß für einen
Rüden 50 – 55 cm oder höher vorstellen. Hündinnen können hier etwas niedriger bleiben. Es ist selbstverständlich viel leichter, Schwere und richtige Proportionen bei einem kleineren Chow zu
bekommen, als bei einem größeren.

Fehler: Kippohren, gesprenkelte oder fleckige Zunge, Schwanz nicht über dem Rücken getragen, geschecktes Fell, nichtschwarze Nase, ausgenommen bei den Farben creme, weiß, blau oder zimt.
(Der Standard der kurzhaarigen Abart ist identisch mit dem der Langhaarigen, mit dem einzigen Unterschied, dass die Behaarung kurz ist.)

Fehler: Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.

Interpretation: Fehler, die auf Ausstellungen zur Disqualifizierung führen, werden im Standard nicht mehr genannt. Die ernsthaften Fehler sind im Standard aufgeführt. Fehler, die ein Mangel an
spezifischen Rasseeigenschaften sind, werden selbstverständlich am schwersten angerechnet. Der Chow soll als kennzeichnende Rassemerkmale haben: blauschwarze Zunge, steile Hinterhand,
den Stelzgang und „scowl“. Fehler hierbei sind die schwersten und werden den Hund, wie schön er sonst auch sein mag, immer zurücksetzen.

Es gibt einen Punkt, auf den noch einmal besonders geachtet werden soll. Das ist der große Wert, der dem Typ und der richtigen Proportion beigelegt werden soll. Das bedeutendste Ziel in der
Zucht muss sein: Das ideale Ganze zu erhalten, und nicht einem idealen Teil nachzujagen.

Es muss noch einmal extra betont werden, dass der Typ eines Hundes im ganzen Hund steckt, und nicht nur im Kopf. Jede Unvollkommenheit muss beurteilt werden in Bezug auf das Ganze, das
aber niemals vollkommen ist. Der Chow, den wir als den Vollkommenen sehen müssen, ist derjenige, der durch seine gute Proportion entzückt, der so gut gebaut ist, dass alles zueinander gehört
und miteinander im Einklang ist, von dem stolzen, adeligen Kopf an bis zu der Rute. Gerade das, was so außerordentlich reizvoll und wertvoll ist an dem Chow-Chow.

N.B.: Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.

Der kurzhaarige Chow-Chow

Der Standard ist genau der gleiche wie für Langhaarige, nur ist das Fell kurz und noch etwas härter. Der kurzhaarige Chow ist eine originale Variante; schon bei den ersten aus China Importierten
kamen Kurzhaarige vor.

Die vorliegende Interpretation des Standards wurde von Herrn Henk v. d. Wouw für den Internationalen Chow-Chow-Kongreß am 05./06. Oktober 1957 in Amsterdam
erarbeitet. Alle führenden Chow-Chow-Clubs des Kontinents und Englands waren anwesend und gaben mit höchstem Lob ihre Zustimmung.
Veröffentlicht in: Der Chow – Chow / E. Büchner vom Otto Meissners Verlag (1974).

Anmerkungen:

Wenn man den „alten“ mit dem Standard von 1999 und dem aktuellen Standard vergleicht, stellt man mit Ausnahme der Augen, wo eine Änderung von „mandelförmig und klein“ in „oval und
mittelgroß“ stattgefunden hat, nur geringe inhaltliche Abweichungen fest, so dass die Interpretation nach wie vor weitestgehend ihre Gültigkeit hat. Die genannte Änderung ist dem Umstand
geschuldet, dass das „kleine“ Auge der Chows für die gelegentliche Erscheinung des Entropiums verantwortlich gemacht wurde – eine schlichte Fehlleistung! Erst durch die Interpretation wird
der Standard mit „Leben erfüllt“, da er allein doch eher eine ungenaue Beschreibung des Ideals darstellt und zu viele Auslegungen erlaubt.

Wenn man nun daran geht den Standard/die Interpretation mit den heute auf den Ausstellungen zu Ehren kommenden Chows vergleicht, kommt man nicht umhin zu fragen, wie dieses in vielen
Fällen überhaupt möglich ist. Wir haben beim Chow-Chow drei elementare Merkmale wie den Scowl, das Pigment und den Stelzgang. Hunde die hierbei Mängel zeigen, können im Grunde
genommen niemals „vorzüglich“ sein. Trotzdem bekommen auch derartige Chows immer wieder vorzügliche Beurteilungen mit Anwartschaften etc..

Es ist natürlich falsch und teilweise auch tierschutzrelevant den Begriff scowl mit der Faltenbildung am Kopf gleichzusetzen. Es ist aber absolut kontraproduktiv, Hunde mit einer ausgeprägteren
Faltenbildung von vornherein zu verurteilen. Die Faltenbildung darf natürlich nicht soweit gehen, dass sie für den Hund eine ernst zu nehmende Behinderung bedeutet. Auch ein Chow-Chow muss
sehen können! Andererseits ist ein absolut glattes Gesicht ohne jegliche Faltenbildung / Wülste genauso wenig wünschenswert und auch nicht dem Standard / Interpretation entsprechend. Der sog.
scowl gab und gibt in Chow-Kreisen immer wieder Anlass zu Diskussionen. Wie die Interpretation veranschaulicht, wird der scowl, eines der wichtigsten Eigenschaften der Chows, nicht allein von
den Ohren hervorgebracht. Dieses ist auch leicht nachvollziehbar, denn wie allein kleine, nach vorn und einander leicht zugeneigte Ohren den mürrischen Ausdruck bewirken sollen ist doch nur
schwerlich zu verstehen. Der Akita hat sehr ähnliche Ohren wie der Chow-Chow und niemand wird ihm bescheinigen, das er einen „mürrischen Gesichtsausdruck“ aufweist. Wie weiter oben schon
dargelegt, ist scowl die Kombination der Einzelelemente, Ohren, Augen, Stirnfurche, Falten/Wülste, und dem Fang. In Bezug auf die Falten bzw. Wülste liegt, wie so oft, das Optimum irgendwo in
der Mitte. Einem Chow mit einem vollkommen glatten Gesicht fehlt etwas, nämlich ganz einfach der Reiz des Besonderen!!!

Das Pigment ist ein weiterer „Knackpunkt“. Wenn man den Darstellungen „älterer“ Chow-Experten folgt, hatten ursprünglich alle Chows eine komplett schwarz pigmentierte Innenseite des
Fangs, d.h. Gaumen, Zahnfleisch, Lefzen und die Unterseite der Zunge  waren schwarz und die Zungenoberseite war blauschwarz. Komplett schwarzes Zahnfleisch bzw. generell eine schwarze
Pigmentierung der Fanginnenflächen ist mittlerweile eine Rarität und meist nur noch bei schwarzen Chows zu finden, aber auch hier längst nicht immer! Die Zungenoberseite soll hinsichtlich ihrer
 Pigmentierung der Farbe reifer Heidelbeeren entsprechen. Die Farbe reifer Heidelbeeren ist wahrlich mit blau-schwarz zu beschreiben. Wenn man sich heute bei vielen Chows das Zungenpigment
anschaut, stellt sich die Frage, was aus diesem Merkmal geworden ist. Es gibt viele Chows mit sehr hellen Zungen, manchmal sogar mit mehr oder weniger ausgeprägten rosa Flecken (die dann
häufig auf die Aufregung geschoben werden) und trotzdem ein „vorzüglich“ bekommen, was eigentlich ein Unding ist. Natürlich verändert sich das Zungenpigment ein wenig wenn der Hund
aufgeregt ist, allein bedingt durch die stärkere Durchblutung. Wenn dann jedoch rosa Flecken auftauchen ist dieses eindeutig eine Pigmentschwäche und muss entsprechend geahndet werden.
Die s. g. „blaue“ Zunge ist auch für den Laien das Chow-Chow-Merkmal schlechthin!

Das dritte wichtige Merkmal ist der Stelzgang. Der Stelzgang ist ein absolutes Alleinstellungsmerkmal der Rasse Chow-Chow, bei jeder anderen Rasse ist er ein Fehler. Dieses Merkmal wurde
aber in den vergangenen Jahrzehnten immer mehr verwässert, sodass es heute eine Ausnahme bedeutet wenn sich ein Chow  tatsächlich so bewegt wie im Standard bzw. in der Standard-
interpretation beschrieben. Eine Grundvoraussetzung für den stelzenden Gang ist sehr wenig Winkelung im Knie- und Sprunggelenk. Wir sehen heute gelegentlich Chows, deren Hinterläufe
mehr an einen Deutschen Schäferhund erinnern!

Bei den Augen hat sich ein Übersetzungsfehler eingeschlichen. Wie allgemein bekannt sein dürfte ist der Originalstandard in englischer Sprache abgefaßt. Das Wort „clean“ wurde mit „ebenmäßig“
übersetzt und nicht korrekterweise mit rein bzw. sauber. Mir ist nicht ersichtlich, was unter einem ebenmäßigen Auge zu verstehen ist.  Ebenmäßig bedeutet im Englischen „symmetrical“!?

Hinsichtlich des Halses haben wir die Situation, das viele Chows einen zu kurzen und damit nicht standardkonformen Hals haben. Der Hals als Verbindungsglied zwischen Körper und Kopf ist
sehr wichtig für das Erscheinungsbild des Chow-Chows. Wenn der Hals zu kurz ist, kann er auch niemals den gewünschten leichten Bogen beschreiben und der Kopf kann nicht stolz und würdevoll
oberhalb der Rückenlinie getragen werden. Dem erwünschten Erscheinungsbild in höchstem Maße abträglich ist es wenn der Kopf quasi eine Linie mit dem Rücken bildet wie auch in der
Interpretation beschrieben.

Der Körper des Chows soll quadratisch sein, d.h. die Widerristhöhe soll der Körperlänge, gemessen vom vordersten Punkt des Sternums (Brustbein) bis zum Sitzbeinhöcker, entsprechen.
Ich glaube, mich nicht gar so „weit aus dem Fenster zu lehnen“ wenn ich behaupte, das mind. 90 % der Chows zu lang sind. Was alles getan wird, um einen Chow kürzer erscheinen zu lassen
will ich hier nicht weiter vertiefen.

Die Abhängigkeiten zwischen zu langem Rücken, inkorrekter Winkelung der Vorder- und Hintergliedmaßen, eines zu kurzen Oberarmes, eines zu steilen Oberarmes, eines zu steilen Schulterblattes,
zu wenig Vorbrust etc. (möglichst noch kombiniert) in Bezug auf die Front, das Tragen von Hals und Kopf und schlussendlich der Einfluss auf den Stelzgang, das Alleinstellungsmerkmal der
Chows, wird sehr anschaulich und fachlich qualifiziert im Chow-Chow-Jahrbuch 2007 und 2008 (The World of Chows) von der Autorin Bernice Leroy dargelegt.

Im Zusammenhang mit dem Stelzgang gibt es noch eine durchaus interessante Ungereimtheit. So wird er von einigen „Experten“, vorwiegend auf tiermedizinischer Seite, als Ursache für die eine
oder andere gesundheitliche Beeinträchtigung der Chows ausgemacht. Wie kann das sein, wo doch die wenigsten der heutigen Chows den für sie eigentlich typischen Stelzgang zeigen?

Leben bedeutet Veränderung. Das gilt auch für den Standard der Rasse Chow-Chow.

Wie sich schon 2010 angedeutet hat, wurde unter dem Datum 27.01.2011 von der FCI (Federation Cynologique Internationale) eine Standardänderung/-ergänzung,  publiziert, die seit dem
09.03.2011 auch in deutscher Sprache vorliegt. Bekanntlich hat Großbritannien das Patronat für den Chow-Chow und ist somit standardgebend. Britische Tierschutzorganisationen hatten Handlungsbedarf ausgemacht und durch erheblichen öffentlichen Druck sah sich der Kennel Club genötigt, diesem zu entsprechen. Beim direkten Vergleich zwischen dem Standard von 1999
und der aktuellen Fassung fällt auf, dass einige Positionen besser im Sinne von deutlicher sind. So wird die Pigmentierung der Fanginnenflächen, der Hals, die Ellenbogen, die Hinterläufe und
besonders die Bewegung/Gangwerk deutlich präziser beschrieben – im Grunde genommen weitestgehend der vorliegenden Interpretation entsprechend! Als praxisfremd ist es jedoch anzusehen,
wenn die Behaarung, falls sie denn „zu reichlich“ ist, als Grund für manchmal entstehende Probleme bei heißem Wetter herangezogen wird. Dies ist totaler Quatsch! Das das Deckhaar eine gewisse
Länge nicht überschreiten darf ist nur logisch, da das Haar dann nicht mehr vom Körper abstehen kann, die Proportionen negativ beeinflusst und somit nicht standardkonform ist. Die Position
„wichtige Proportionen“ beschreibt leider nur den Abstand zwischen dem Widerrist, dem Ellenbogengelenk und dem Boden, das Höhen- / Längenverhältnis wird nicht genannt. Hier bleibt es bei
der unpräzisen Formulierung unter „allgemeinem Erscheinungsbild“ die da „kompakt, kurz“, bzw. unter „Körper / Rücken“ „kurz, gerade und kräftig“ lautet. Der unter dem Punkt „Augen“ zu
findende Übersetzungsfehler des Wortes „clean“ in „ebenmäßig“ wurde teilweise korrigiert, leider nur teilweise, denn in Satz drei findet sich immer noch ein „ebenmäßiges“ statt einem „sauberen /
reinen“ Auge!

Fazit:

Beim Chow-Chow haben wir es mit einer sehr speziellen Rasse zu tun, bei der gewisse Details erst den wahren Wert des Einzeltieres ergeben. Diese elementaren drei Punkte wurden weiter oben
ausführlich erörtert. Der Chow sollte durchaus  detailverliebt gerichtet werden – etwas, was einem Spezialzuchtrichter, der auch von unserer Rasse kommt, sicherlich leichter fällt als einem
Gruppen- oder Allgemein- richter. Der Chow ist von seinem Ursprung her ein mit einmaligen Merkmalen gesegneter Individualist. Leider erfüllen diesen hohen Anspruch nur noch wenige
Exemplare. Trotz allem haben wir mehr Champions denn je, und es stellt sich die Frage wie es dazu kommen konnte. Meiner Ansicht nach erhalten einfach zu viele Hunde eine V-Beurteilung mit
entsprechenden Anwartschaften, die eigentlich „nur“ s.g. - Hunde sind. Wenn man sich die Definition der Formwertnote „vorzüglich“ vor Augen führt, wird diese Fehlentwicklung sofort deutlich.
Das Ziel einer jeden Hundezucht ist es, die jeweilige Rasse dem im Standard formulierten Idealbild möglichst nahe zu bringen. Der Züchter müht sich schlussendlich das zu züchten, was auf den
Ausstellungen vordere Plätze belegt. Auf den Ausstellungen kommen aber häufig Hunde zu Ehren, die im Grunde nur Mittelmaß sind und dieses Mittelmaß gelangt dann wieder in die Zucht. Seit
Jahrzehnten entsteht der Eindruck, dass sich auf Ausstellungen vergebene Formwertnoten nicht an der Qualität der Hunde in Bezug auf den Standard / Interpretation orientieren, sondern der
Standard bzw. seine Interpretation  schleichend an die geringer werdende Qualität / Klasse der vorgestellten Chow-Chows angeglichen wird. Anders ausgedrückt entspricht häufig die zuerkannte
Formwertnote, wo ich mich ausdrücklich mit einschließe, nicht der tatsächlichen Qualität des jeweiligen Hundes. Diese Fehlentwicklung bedarf der Korrektur und hierbei ist die Richterschaft
gefordert. Das Ziel, den Chow-Chow mit seinen spezifischen Eigenschaften zu fördern, und diesen deutlich mehr Beachtung zu schenken, wird meines Erachtens die Aufgabe der kommenden
Jahre sein.

Im März 2011

Wolfgang Heine